Alles rast an einem vorbei. Bäume, Häuser, Menschen. Und während die Sonne draußen untergeht kann man drinnen keinen klaren Gedanken mehr fassen. „Genau jetzt befinde ich mich dazwischen“, ist das Einzige was durchdringt und kurz kommt der Wunsch hoch für immer hier zu bleiben, weil hier nicht dort und nicht da ist. Doch dann reiß ich mich zusammen „Schmeiß die Nerven nicht weg“. Aussteigen, heimkommen, Kopf ausschalten. Eigentlich ganz einfach.

und wenn die Wärme des vergangen Tages immer noch allgegenwärtig im ganzen Körper verweilt dann liegt das nicht am perfekten Ort an dem sich gestresste Menschen Erholung, Hitze und weiche Haut kaufen können, sondern an dem Menschen der neben einem sitzt und man sich deswegen so wohl fühlt, dass man kurz darauf vergisst in welchem Bundesland man sich gerade befindet.

…sagen die Leute. Jahreswechsel. 48 Stunden zuvor versucht man noch aus dem Rest Urlaub herauszuholen was man kann. Und es gelingt. Wien. stürmisch. schön. Ganz entspannt sieht man der Zeit beim verrinnen zu. Ein Hund kaut an einem Feuerzeug und wir essen Maissuppe. Am Boden leben hat etwas befreiendes an sich. Den Rest des Beitrags lesen »

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Alle haben sie unser Zusammentreffen erwartet. Weil sie es wussten. Und dann kam das Vorhersehbare. Wir haben uns unterhalten. Ich war fasziniert von seiner Intelligenz und was er erreicht hat. Er ist älter als ich, um einiges.
Das macht nichts aus, wir sind auf der selben Wellenlänge. Den Rest des Beitrags lesen »

Und nun ist es offiziell die herbeigeredete Wirtschaftskriese und ihre aus Angst projizierten Auswirkungen lassen Geschäftsführer und Inhaber  panisch ihr Nervenkostüm verlieren.  Leider auch jene die meinen Wecker 5 Tage die Woche um sechs Uhr früh läuten lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

Und dann steht man Mittendrin. Wünscht sich in der Arbeit zu sein obwohl man Urlaub hat. Den Vorsatz sich einen ruhigen Tag zu machen und ganz entspannt die Geschenke für die Liebsten zu besorgen über Bord geworfen hofft man nur noch sich taumelnd in das nächste Geschäft zu schleifen sich in die Mitte dessen zu stellen und zu warten bis einen das perfekte Geschenk anschreit. „Hallo hier!“. Doch es hilft nichts ich bin einfach die schlechteste Einkäuferin unter all den anderen, die mit 5 Säcken aus jedem Geschäft kommen wie der Weihnachtsmann persönlich. Eher aus der Fraktion „Rudolf Rentier“ entsprungen kaue ich an einer Maroni herum und möchte lieber über die Häuser fliegen um mal zu sehen was sich da oben so tut. Nach stundenlangem herumgeirre fängt man an mit sich selbst zu Reden, sich Druck zu machen endlich etwas zu kaufen. „Irgendetwas!“  Doch mit Druck kann ich auch nicht umgehen und werde nur zornig. Und bevor man dann am liebsten Amok laufen würde und dem Jingle in seine Bells treten möchte setze ich mich in den Bus und fahre heim.  Atme einmal tief durch, schaue an die Decke und lese „Selbst mit dem Bus sind manche Ziele unerreichbar“

Ich weiß nicht ob ich lachen oder weiterhin zornig sein soll. Aber schließlich ist ja bald Weihnachten.

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Und obwohl man schon öfter dort war ist Wien anders. Jedesmal.  Dreckig und laut presst die Stadt  Menschenmassen hervor um sie  hinter den Kulissen der Alltäglichkeit dann wieder zu verschlucken.

Plötzlich findet man sich wieder im verwunschendsten und leuchtendsten aller Gärten. Decke und Wein machen einen etwas schwer- aber noch mehr sanftmütig und man erkennt dass alles was einem in Salzburg die letzen Wochen an den Kopf geworfen wurde plötzlich zu heilen beginnt.

Auf einmal fühlt sich alles ganz leicht an.  In einer Fotogalerie hallt die Frage, was uns innerhalb von 60 Jahren bloß so ruiniert hat, nach. Beim spazieren gehen wundert man sich warum man Wünsche in ein Museum stellen soll und wie sie denn da alle überhaupt Platz haben können?

Sich in Wiens Augen zu verlieren war ein wunderbarer Ausflug in welchem sich  Phantasie und Realität die Hand gaben und dann kann es auch vorkommen, dass man sich Morgens wenn es noch dunkel ist einfach so gesund lacht.

„Die Tochter des Bürgermeisters“ hallt es immer noch in meinem Kopf nach.

Ich weiß nicht wie lange es her ist aber es ist eine lange Zeit. Ich schlug die Zeitung auf, du hast neben mir gesessen. Ich hab mich vor Lachen fast an meinem Café verschluckt. Ich hielt dir die Seite hin da warst du standest neben deinem Vater, er in Tracht, du im Dirndlkleid mit deinem schönsten und unschuldigsten Kameralächeln. „Oh mein Gott wie peinlich.“ „Quatsch! Ich finde du siehst süß aus, wie die Tochter des Bürgermeisters eben“, grinste ich dich an. Wir haben oft darüber gelacht, über diese Rolle die dir auferlegt wurde, ohne dass du dafür kandidiert hast, dir wäre es immer lieber gewesen niemand hätte deinen Vater gekannt weil dann auch dich niemand gekannt hätte.  Darum musstest du den jugendlichen Blödsinn den wir oft aufgeführt hatten hin und wieder einfach lassen. Weil die Leute in dem Dorf gerne tratschen und du wolltest deinem Vater nicht die Vorstellung von seinem süßen unschuldigen Mädchen nehmen.

„S. ? Da wohnt eine Freundin von dir, oder? Deswegen biegst du öfter zu dem Haus an der Straße ab. Die Tochter des Bürgermeisters, stimmts?“ Ich sah das Mädchen das mich durch ihre Frage in eine Starre versetzt hat entgeistert an.  “Ja stimmt“ quälte ich aus mir heraus,  stand auf und ging auf die Terrasse eine rauchen.

„Liebste wir haben die Tratschereien der Leute überschätzt. Denn nur zwei Dörfer weiter ist die Tochter des Bürgermeisters nicht vor drei Jahren gestorben.“  - Wie ich sie beneide!

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.