Alles rast an einem vorbei. Bäume, Häuser, Menschen. Und während die Sonne draußen untergeht kann man drinnen keinen klaren Gedanken mehr fassen. „Genau jetzt befinde ich mich dazwischen“, ist das Einzige was durchdringt und kurz kommt der Wunsch hoch für immer hier zu bleiben, weil hier nicht dort und nicht da ist. Doch dann reiß ich mich zusammen „Schmeiß die Nerven nicht weg“. Aussteigen, heimkommen, Kopf ausschalten. Eigentlich ganz einfach.
…sagen die Leute. Jahreswechsel. 48 Stunden zuvor versucht man noch aus dem Rest Urlaub herauszuholen was man kann. Und es gelingt. Wien. stürmisch. schön. Ganz entspannt sieht man der Zeit beim verrinnen zu. Ein Hund kaut an einem Feuerzeug und wir essen Maissuppe. Am Boden leben hat etwas befreiendes an sich. Den Rest des Beitrags lesen »
Alle haben sie unser Zusammentreffen erwartet. Weil sie es wussten. Und dann kam das Vorhersehbare. Wir haben uns unterhalten. Ich war fasziniert von seiner Intelligenz und was er erreicht hat. Er ist älter als ich, um einiges.
Das macht nichts aus, wir sind auf der selben Wellenlänge. Den Rest des Beitrags lesen »
„Die Tochter des Bürgermeisters“ hallt es immer noch in meinem Kopf nach.
Ich weiß nicht wie lange es her ist aber es ist eine lange Zeit. Ich schlug die Zeitung auf, du hast neben mir gesessen. Ich hab mich vor Lachen fast an meinem Café verschluckt. Ich hielt dir die Seite hin da warst du standest neben deinem Vater, er in Tracht, du im Dirndlkleid mit deinem schönsten und unschuldigsten Kameralächeln. „Oh mein Gott wie peinlich.“ „Quatsch! Ich finde du siehst süß aus, wie die Tochter des Bürgermeisters eben“, grinste ich dich an. Wir haben oft darüber gelacht, über diese Rolle die dir auferlegt wurde, ohne dass du dafür kandidiert hast, dir wäre es immer lieber gewesen niemand hätte deinen Vater gekannt weil dann auch dich niemand gekannt hätte. Darum musstest du den jugendlichen Blödsinn den wir oft aufgeführt hatten hin und wieder einfach lassen. Weil die Leute in dem Dorf gerne tratschen und du wolltest deinem Vater nicht die Vorstellung von seinem süßen unschuldigen Mädchen nehmen.
„S. ? Da wohnt eine Freundin von dir, oder? Deswegen biegst du öfter zu dem Haus an der Straße ab. Die Tochter des Bürgermeisters, stimmts?“ Ich sah das Mädchen das mich durch ihre Frage in eine Starre versetzt hat entgeistert an. “Ja stimmt“ quälte ich aus mir heraus, stand auf und ging auf die Terrasse eine rauchen.
„Liebste wir haben die Tratschereien der Leute überschätzt. Denn nur zwei Dörfer weiter ist die Tochter des Bürgermeisters nicht vor drei Jahren gestorben.“ - Wie ich sie beneide!

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