“Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt” (Ernst Ferstl)
Ich werde mal meiner Seele ein bisschen Auslauf gönnen.
Bis wir uns dann wieder sehen meine Liebsten.
wartet nicht auf das Große, sonst verpasst ihr die Kleinen!
“Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt” (Ernst Ferstl)
Ich werde mal meiner Seele ein bisschen Auslauf gönnen.
Bis wir uns dann wieder sehen meine Liebsten.
Eigenartig wie es sich an fühlt. Enthusiasmus und Bedacht. Vorsichtig die Annäherung und trotzdem das Wissen zueinander zu gehören. Schon so lange. Verschieden wie Feuer und Wasser sind wir gut darin wir selbst zu sein. Er für sich und ich für mich. Hinter uns ein Schlachtfeld, vor uns die Sonne Brasiliens.
Mein Weggefährte, Lamm und Löwe lässt tief blicken und jedes mal aufs Neue erstaune ich vor seinem Mut, der unendlichen Kraft und dem starken Willen. Vertrautheit, weil sein Lächeln heute genauso wie damals die Welt kurz still stehen lässt. Weil er immer noch mit mir lacht, weint und tanzt. Weil ich immer noch ich bin und trotzdem die Seine.
Weggefährten. Ich werde mir nicht anmaßen zu glauben dass wir auf ewig gemeinsam einen Weg bestreiten, aber manchmal hüllt sich der Zauber des Moments einfach so in den Mantel der Ewigkeit und besteht darin auf immer fort.
… ja die hat Frau S. gegossen aus Blei zu Silvester. Ein gewisser Teil von mir, lechzt im Moment danach Gewissheit zu haben was die Zukunft bringen wird. Es wäre einfach schön zu wissen wie etwas ausgeht, denn wenn es nicht gut geht, könnte ich es gleich bleiben lassen.
Doch in Wahrheit tut die Zukunft was sie will und in Wirklichkeit gibt es nur Reisen ins Ungewisse. Ich erinnere mich an eine Zeit in der ich es toll fand nicht zu wissen was passiert. Ich fand es aufregend und bereichernd dieses Spiel mit dem Zufall. Es lässt einen diese unglaubliche Leichtigkeit des Seins verspüren. -Die ich seit Wochen nicht mehr fühle. Weil ich mich da irgendwie mit hineinziehen ließ, in diesen Strudel aus Angst und Beklemmung der einem die letzte Luft zu atmen nimmt.
Doch damit ist jetzt genug. Weil ich ein lebenshungriges easy-going Mädchen bin. Weil ich heute lieben kann und es auch morgen nicht bereuen werde, egal wie es ausgeht. Es ist ein Grundcharakter der nicht vergeht, ganz im Gegenteil, versucht man ihn zu unterdrücken bricht er nur noch stärker durch. Ich werde mich immer in die Schönheit des Moments verlieren, auch wenn man mich dafür belächelt. Ich werde immer wenn mir danach ist tanzen können egal wo ich gerade bin und nie werde ich Leute in Schubladen stecken nur um für mich selbst etwas zu rechtfertigen. Ich werde immer auf meine Art dieses Leben lieben. Und mein Innerstes wird sich nie biegen lassen nur um irgendeiner Vorstellung gerecht zu werden.
Und darum bin ich bereit für diese Reise, bereit für großartige Momente, bereit für die Katastrophen. Ich muss nicht wissen was sein wird, mir reicht es zu wissen dass ich selbst meine Zukunft bin und zwar barfuss auf heißem Asphalt bei Regen, tanzend…
Das neue Jahr
sieht mich
freundlich an.
Und ich lasse das
Alte mit seinem
Sonnenschein
und Wolken
ruhig
hinter mir.
(Goethe)
Manch gesagtes schlägt oft ungewollt mitten ins Gesicht hinab bis zum Bauchgefühl und manch Getanes und Unterlassenes gibt den Rest, damit es sich einnistet, als schwarzes kleines Etwas, das am Ende dann sagen kann:”Ich wusste es doch, ich habs dir doch gesagt, doch du wolltest ja nicht auf mich hören.” Es erweckt die Katze, die so tut als ob, aber doch niemals schläft. Sie leckt sich die Pfoten mit einer Seelenruhe, unwillkürlich grinsend, wissend, denn sie hat die Antwort darauf.
Sind wir mit der Zeit nicht alle ein bisschen härter geworden?
…und plötzlich ist alles anders. Von den Launen meines Lebens könnte man im Moment ein mittelgroßes Schleudertrauma bekommen.
Die letzten Wochen waren großartig, so viele Aussichten, Einsichten und Erkenntnisse in einem Meer von Gefühlen wie ich sie seit Jahre nicht mehr hatte. Aber wie das eben so ist folgt auf jedes Hoch in meinem Leben ein wunderbarer Abgrund den man zuvor nicht sah oder nicht sehen wollte. Ich musste lachen über diesen pech schwarzen Humor den der Moment mit sich brachte…
Müsste nicht eigentlich ich diejenige sein die Angst vor dem Leben hat? Angst davor in eine ungewisse Zukunft zu gehen? Angst davor eine Hand zu halten, mit dem Bewusstsein dass sie immer wieder loslassen werden…. Aber ich habe diese Angst nicht (mehr). Ich kann ebenso wenig in die Zukunft blicken wie jeder andere Mensch und es macht mir keine Angst. Weil ich gelernt habe für den Moment zu leben. Deswegen ist mein Leben nicht verplant. Ich weiß nicht wo ich in drei Jahren sein werde darum wurde ich plötzlich zum Risiko. Zum unbekannten Risiko für den Jungen dem ich von Anfang an meine Seele zu Füßen gelegt habe.
…und gerade dieser Moment zeigte mir wieder, dass man sein Leben auch gar nicht planen kann, selbst wenn man es wollte. Denn es gibt so viele Wege, Kreuzungen, Steine, Wiesen… und der Wind dreht sich ständig.
Da passiert Monate lang nichts und dann verändert sich von einem Tag auf den anderen alles. So scheint es, ist aber nicht so. Es sind unsere Entscheidungen die wir treffen. Es sind die kleinen, wie einen anderen nach Hause Weg zu nehmen als gewöhnlich, mal eine Stunde länger als normalerweise in der Bibliothek zu sitzen oder doch noch schnell auf einen Café zu gehen. Keine richtigen Entscheidungen würde man denken und doch führen sie alle zusammengefügt ganz wo anders hin, als hätte man sie nicht getroffen.
All diese kleinen Entscheidungen, Momente, Zufälle haben mich nun zu einer wirklichen und großen anstehenden Entscheidung geführt. Nichts Ungewöhnliches würde man meinen. Wäre diese Entscheidung nicht letztes Jahr um diese Zeit schon da gewesen. Genau die Selbe und es muss noch mal aufs Neue entschieden werden. Ich fühle mich zurückversetzt. Um ein Jahr. 2009 war so anders und endet dennoch mit derselben bevorstehenden Entscheidung wie 2008 geendet hat.
Zufall? Ich weiß es nicht, aber es ist irgendwie aufregend. Es ist wie in so manchen Filmen in denen man sehen kann, welche Wende das Leben der Hauptprotagonisten nimmt, hätten sie sich in dieser einen Situation anders entschieden. Das Problem ist nur dass zu dieser Entscheidung eine große Portion Mut gehört, sie ist Risikoreich. 2008 nahm ich den sicheren Weg, ich war nicht bereit, hatte zuviel Angst, hing noch zu sehr am alten Leben. Blickte mehr zurück als nach vorne.
Ich bin über den Ausgang der damaligen Entscheidung nicht unzufrieden, sie führte mich nur dorthin wo ich schon einmal stand. Es ist nicht gut, es ist nicht schlecht. Ich habe nicht die Hoffnung dass der andere Weg der bessere ist, ich weiß nur dass er anders sein wird. Und obwohl ich immer noch ein bisschen ängstlich bin, bin ich hungrig. Hungrig nach diesem Weg. Danach ihn einfach zu gehen.
…is killing me so sweet, like a torture that i need for my way back home.”
Ich weiß nicht wann oder womit ich diese Angst bekam. Die Angst vor der Liebe. Ein grenzwertiges Spiel, wenn man versucht genau an den Punkt zu gelangen an dem man noch alles unter Kontrolle hat und sich trotzdem für den Moment hingeben kann. Die letzten Tage bin ich einen Schritt weiter gegangen. Einfach so zum Spaß, denn es fühlte sich so leicht an. Augen-Blicke. Hineingefühlt in eine hätte könnte sollte wollte Welt. Es fühlte sich so echt an, etwas zu echt für meinen verkorksten Geschmack. Was für eine Qual. Alles in mir wehrt sich, will weglaufen, sträubt die Haare vor dieser Droge. Herz und Verstand klaffen auseinander wie eine frisch durchtrennte Wunde.
“Love destroy my chroming soul…”
Sich jetzt nach all dem, nach all der Zeit die vergangen, allen Änderungen die gekommen sind und bald kommen werden, mich plötzlich in ihn zu verlieben, wäre wohl die masochistischste und ironischste Geste meiner Selbst.
Wie klingt eigentlich ein Lied über Salzburg?
Welche Krankheiten bekommen wir,wenn wir googeln?
Wie hört/fühlt es sich an, wenn man Musik wieder zum Ursprung downgradet?
Und wo ist Quaxi jetzt, seit er nicht mehr Star im Fernsehen ist?
Diese und viele andere Fragen mehr behandelt Zweitweise. Zwei Koffeinjunkies. Ein Projekt. Mit viel Musik, dem wahren Leben und dem Wunsch nach Leben 2.0.
Viel Spaß damit und ein schönes Herbstwochenende.
Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war. Ich hatte mich verlaufen und um mich herum war es dunkel. Zu dunkel. Ich konnte nichts sehen nichts fühlen. Verloren, zu viel verloren.
Und als es nicht mal mehr ein Bergab gab lernte ich ihn kennen … und fühlen.
Mich weinen lassen, mich schreien lassen, mich lachen lassen, mich tanzen lassen, mich betäuben lassen und mich gehen lassen.
Mich mich sein lassen, so wie sie es immer getan hat. Ohne Zweifel dass jeder Moment der Richtige ist.
Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war, und wie glücklich mit dir. Danke.
Happy Birthday mein Freund.
Wie grau wäre meine Welt ohne Menschen wie du einer bist.
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