Tage und Nächte am See mit grillen, lachen, spielen, chillen, rauchen und still sein. -Zurücklehnen und das Leben an sich ran lassen bevor man sich dann morgen, hoffentlich nicht allzu ohnmächtig, den Kondolenzbekundungen hingibt.
Was bleibt? Erinnerungen. Erinnerungen an wunderschöne Momente. Vielleicht ist es das, was Leben ausmacht. -Erinnerungen zu sammeln um sie dann zur richtigen Zeit Revue passieren zu lassen.
So wie die Erinnerungen an deine irr witzigen Geburtstags- und andere FEIERtags Geschenke.
An drei kleine Kinder stehend auf der Kuppe eines alten Panzer, die Hände in die Luft gestreckt mit dem Gedanken daran jeden Krieg besiegen zu können. Erinnerungen daran, dass du die Kindes-Idee von mir anstatt 10 Groschen 10 Schillinge zu sammeln um mir dann irgendwann einmal ein Wohnmobil zu kaufen und durch die Welt zu gondeln als Einzige gut fandest. Das ich mit dir gemeinsam meine erste Oper erleben durfte und ich damals die Einzige in meiner Klasse war, die mit ihrer Oma zu MC Donalds essen ging, weil das alle anderen Omas nicht gut fanden. Dass es egal war, wie schmutzig und zerzaust ich vom spielen aus dem Wald heimkam. “Sie ist eben ein lebendiges Kind.”
-Diese und viele mehr….
Und wenn ich heute auf meinen Nachttisch das Buch vom “kleinen Ich bin Ich” stehen sehe, das du mir schon geschenkt hast als ich erst ein Jahr alt war, weiß ich dass du mich einfach immer nur MICH sein ließest. Mit all meinen Ideen, mit all den Fehlern, mit all den Wunden am Knie und immer mit einem Grinsen im Gesicht.
Und somit werde ich morgen trotz all der Vorsätze stark zu sein, um dich weinen…- weil ich ICH bin. Mit all den schönen Erinnerungen in meinem Kopf und mit meiner Seele weit offen, weil ich es auch heute immer noch bin: Ein lebendiges Kind. Danke.
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