changes (Vol 2)

…und plötzlich ist alles anders. Von den Launen meines Lebens könnte man im Moment ein mittelgroßes Schleudertrauma bekommen.
Die letzten Wochen waren großartig, so viele Aussichten, Einsichten und Erkenntnisse in einem Meer von Gefühlen wie ich sie seit Jahre nicht mehr hatte. Aber wie das eben so ist folgt auf jedes Hoch in meinem Leben ein wunderbarer Abgrund den man zuvor nicht sah oder nicht sehen wollte. Ich  musste lachen über diesen pech schwarzen Humor den der Moment mit sich brachte…

Müsste nicht eigentlich ich diejenige sein die Angst  vor dem Leben hat? Angst davor in eine ungewisse Zukunft zu gehen? Angst davor eine Hand zu halten, mit dem Bewusstsein dass sie immer wieder loslassen werden…. Aber ich habe diese Angst nicht (mehr). Ich kann ebenso wenig in die Zukunft blicken wie jeder andere Mensch und es macht mir keine Angst. Weil ich gelernt habe für den Moment zu leben. Deswegen ist mein Leben nicht verplant. Ich weiß nicht wo ich in drei Jahren sein werde darum wurde ich plötzlich zum Risiko. Zum unbekannten Risiko für den Jungen dem ich von Anfang an meine Seele zu Füßen gelegt habe.

…und gerade dieser Moment zeigte mir wieder, dass man sein Leben auch gar nicht planen kann, selbst wenn man es wollte. Denn es gibt so viele Wege, Kreuzungen, Steine, Wiesen… und der Wind dreht sich ständig.

changes

Da passiert Monate lang nichts und dann verändert sich von einem Tag auf den anderen alles. So scheint es, ist aber nicht so. Es sind unsere Entscheidungen die wir treffen. Es sind die kleinen, wie einen anderen nach Hause Weg zu nehmen als gewöhnlich, mal eine Stunde länger als normalerweise in der Bibliothek zu sitzen oder doch noch schnell auf einen Café  zu gehen. Keine richtigen Entscheidungen würde man denken und doch führen sie alle zusammengefügt ganz wo anders hin, als hätte man sie nicht getroffen.

All diese kleinen Entscheidungen, Momente, Zufälle haben mich nun zu einer wirklichen und großen anstehenden Entscheidung geführt. Nichts Ungewöhnliches würde man meinen. Wäre diese Entscheidung nicht letztes Jahr um diese Zeit schon da gewesen. Genau die Selbe und es muss noch mal aufs Neue entschieden werden.  Ich fühle mich zurückversetzt. Um ein Jahr. 2009 war so anders  und endet dennoch mit derselben bevorstehenden Entscheidung wie 2008 geendet hat.

Zufall? Ich weiß es nicht, aber es ist irgendwie aufregend. Es ist wie in so manchen Filmen in denen man sehen kann, welche Wende das Leben der Hauptprotagonisten nimmt, hätten sie sich in dieser einen Situation anders entschieden. Das Problem ist nur dass zu dieser Entscheidung eine große Portion Mut gehört, sie ist Risikoreich. 2008 nahm ich den sicheren Weg, ich war nicht bereit, hatte zuviel Angst, hing noch zu sehr am alten Leben. Blickte mehr zurück als nach vorne.

Ich bin über den Ausgang der damaligen Entscheidung  nicht unzufrieden, sie führte mich nur dorthin wo ich schon einmal stand. Es ist nicht gut, es ist nicht schlecht. Ich habe nicht die Hoffnung dass der andere Weg der bessere ist, ich weiß nur dass er anders sein wird. Und obwohl ich immer noch ein bisschen ängstlich bin, bin ich hungrig. Hungrig nach diesem Weg. Danach ihn einfach zu gehen.

„Love

…is killing me so sweet, like a torture that i need for my way back home.“

Ich weiß nicht wann oder womit ich diese  Angst bekam. Die Angst vor der Liebe. Ein grenzwertiges Spiel, wenn man versucht genau an den Punkt zu gelangen an dem man noch alles unter Kontrolle hat und sich trotzdem für den Moment hingeben kann. Die letzten Tage bin ich einen Schritt weiter gegangen. Einfach so zum Spaß, denn es fühlte sich so leicht an. Augen-Blicke.  Hineingefühlt in eine hätte könnte sollte wollte Welt. Es fühlte sich so echt an, etwas zu echt für meinen verkorksten Geschmack. Was für eine Qual. Alles in mir wehrt sich, will weglaufen, sträubt die Haare vor dieser Droge. Herz und Verstand klaffen auseinander wie eine frisch durchtrennte Wunde.

„Love destroy my chroming soul…“

Sich jetzt nach all dem, nach all der Zeit die vergangen,  allen Änderungen die gekommen sind und bald kommen werden, mich plötzlich in ihn zu verlieben, wäre wohl die masochistischste und ironischste Geste meiner Selbst.

Advertising space

Wie klingt eigentlich ein Lied über Salzburg?
Welche Krankheiten bekommen wir,wenn wir googeln?
Wie hört/fühlt es sich an, wenn man Musik wieder zum Ursprung downgradet?
Und wo ist Quaxi jetzt, seit er nicht mehr Star im Fernsehen ist?

Diese und viele andere Fragen mehr behandelt Zweitweise. Zwei Koffeinjunkies. Ein Projekt. Mit viel Musik, dem wahren Leben und dem Wunsch nach Leben 2.0.

Viel Spaß damit und ein schönes Herbstwochenende. :-)

What would you do if i sang out of tune?

Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war. Ich hatte mich verlaufen und um mich herum war es dunkel. Zu dunkel. Ich konnte nichts sehen nichts fühlen. Verloren, zu viel verloren.

Und als es nicht mal mehr ein Bergab gab lernte ich ihn kennen … und fühlen.

Mich weinen lassen, mich schreien lassen, mich lachen lassen, mich tanzen lassen, mich betäuben lassen und mich gehen lassen.
Mich mich sein lassen, so wie sie es immer getan hat. Ohne Zweifel dass jeder Moment der Richtige ist.

Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war, und wie glücklich mit dir. Danke.
Happy Birthday mein Freund.
Wie grau wäre meine Welt ohne Menschen wie du einer bist.

The dark side

Mal ehrlich in gewissen Situationen die dunkle Seite zu unterdrücken
ist wie nein zu Schokolade zu sagen.
Man ist zwar kurz stolz auf sich,
aber nie vollends befriedigt.

(Traum)welten

So irr und wirr mein Bewusstsein oft ist, bin ich froh darüber dass mir mein Unterbewusstsein noch so richtig die Meinung sagen kann. Meine Träume haben es in sich, gewisse Dinge erscheinen realer als im Leben selbst. Sie heben das hervor was ich im Alltag nicht sehen kann oder nicht sehen will. Man muss nur auf die Zeichen Achten um das Rätsel zu lösen. Ich mochte das schon immer auch in der Realität, es ist aufregend.

Doch was ist wenn des Rätsels Lösung ich Selbst bin?

Es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn das unterbewusste ICH so deutlich sehen kann, so anders ist.
Wenn kleine von mir dann und wann akzeptierte Schwächen gar nicht so klein sind.
Ein Spiel der Identitäten und doch weiß ich dass ICH heute Nacht nicht spielen wollte, sondern mir etwas zeigen.

„Ich seh’ ich seh’ was du nicht siehst, und das bist du.“

…und wenn ja, wie viele?

Heimgekommen. Salzburg begrüßt mich seit meiner Ankunft jeden Tag aufs Neue mit einer alles erwärmenden Herbstsonne. Es ist ruhig geworden, wie ich mich auf diese Stille gefreut habe.

Es bleibt nur die Frage wie man eine Stadt so lieben kann und ihr trotzdem und jederzeit den Rücken kehren würde.

Alles erscheint Schwerelos,  wunderbare Momente des zufrieden Seins mit der Erkenntnis dass sich ein tief sitzender Seelenknoten gelöst hat. Wann es genau geschah?  Ich weiß es nicht. Wenn Bann und Zauber brechen tun sie das leise.

Es bleibt nur die Frage warum es mir manchmal fehlt so einen Seelenknoten in mir  zu tragen. Kann ich bitte einen Neuen haben?

Der Junge mit den dunklen funkelnden Augen und dem großen Herz ist wieder da, seine Rückkehr so scheint es dauerte länger  als seine Reise, nun hat er alle Masken abgelegt. Ich bewundere Männer die Schwäche zeigen können, weil sie doch die wahren Krieger sind. Eine Freundschaft die für mich nie dazu bestimmt war etwas anderes zu werden. Weil ein hätte, könnte, sollte, wollte manchmal nicht ausreicht.

Es bleibt nur die Frage warum man sich  auf seltsame Art und Weise betrogen fühlt, wenn man das nicht mehr haben kann, was man nie wollte.

Ich bin glücklich, weil ich alles habe was ich mir gewünscht hatte.

und doch sollte man seine Wünsche mit Bedacht wählen, denn sie könnten eines Tages in Erfüllung gehen.

Die Welt ist groß und Rettung lauert überall

Angekommen in einem Leben in dem sich Nichts und  Alles verändert hat ist es eigenartig sich früh morgens im Spiegel zu betrachten…

Ich war weg, sah magische Stätte und lernte wunderbare Weggefährten kennen. Alle wie ich auf der Suche nach dem Mehr und mit der Hoffnung nirgendwo anzukommen. Mit dem Zufall zu leben und darin aufzugehen. An meiner Seite ein Mädchen, die Reise ein Cocktail unserer Persönlichkeiten. Weit weg von der Heimatstadt sangen, sahen und liebten wir. Haben uns in engen Gassen verlaufen, auf atemberaubende Plätze niedergelassen und in tiefe Abgründe geblickt. Nur die Frage nach dem WIE wir uns denn kennen gelernt hätten ließ sie manchmal trüb werden, die Seifenblase in der wir uns bewegten. Weil wir wussten, wünschten, wollten, weil es einfach sein sollte. Sie, sie sollte einfach sein, da sein, dort mit uns…..Und doch war Sie es, so sehr dabei, und ließ sie schimmern für uns in allen erdenklichen Farben, Formen, Gerüchen und dem Geschmack nach Leben.

…und dann, mitten in der Reise doch kurz angekommen. In einer Stadt, die einem das letzte bisschen Zweifel nimmt. Angekommen, ausgestiegen und eine unglaubliche Hitze hüllte sich um jeden Quadratzentimeter der Haut drang durch sie hindurch um kurz darauf und für den Rest des Aufenthalts nur noch zu wärmen. Sevilla. Leidenschaftlich, aufregend, magisch und beruhigend zugleich.  Es ist wie mit einem guten Liebhaber. Im Nachhinein kann man sich, wenn überhaupt, vereinzelt an ein paar Details erinnern, aber das Gefühl dass man dabei hatte wird man nie mehr vergessen.

Das Gefühl, dass man  immer ein Paar mehr Träume hat als man verlieren kann im kalten Krieg gegen die Wirklichkeit.

Das Spiel der Mächtigen

Ein Sommer wie immer. 7 Wochen lang Backstage. Brot und Spiele gegen Bares  für das Volk Millionen Touristen aus aller Welt. Salzburg im Ausnahmezustand und ich mitten drin. Eine unglaubliche Hass Liebe. Die Liebe zur Musik, der Geruch der Bühne, alles schon seit Jahrzehnten verankert. Doch diese Liebe rückt immer mehr in den Hintergrund. Vorallem wenn nach einem harten Arbeitstag tausende von Festspielgästen wie Kühe auf der Strasse stehen und keinen Zentimeter zur Seite weichen. Und ich kann sie nicht mehr ertragen, ihr Parfum nicht mehr riechen, ihre Kleider und Smokings nicht mehr sehen und die Art und Weise wie sie die Strassen mit  Arroganz und Oberflächlichkeit verpesten. Was nützt der Zauber der Musik eines Gioacchino Rossini wenn sie doch alle taub sind? Konditioniert auf das Klicken der Kameras der Photographen wandeln sie als herausgeputze Zombies durch die Stadt. Eine Woche noch und das Spiel der Mächtigen wird wie jede andere Inszenierung sein lang ersehntes Ende finden. Dann darf man endlich wieder aufwachen aus diesem Mittsommernachtsalbtraum.
Und wenn dann auch das letzte  in mint oder rosa gehüllte Etwas in die Limousine steigt  und abfährt wird mein Geliebter kommen, alles wegblasen und reinwaschen. Um sie danach im Stillen bunt anzumalen. Dann, wenn die Stadt wieder uns gehört.

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