Oder: „Die besten Nächte die ich je hatte.“
Es ist fertig. Eine gute Woche hab ich es liegen lassen, bevor es nun wieder in 1500 Teile zerstört wird und zurück in die Schachtel kommt. Gekauft vor 4 Monaten, als ich wusste, dass ich ein paar Wochen alleine sein will. Vielleicht war es auch der Drang danach, etwas Kaputtes wieder zusammenzufügen. „Aber bitte kein „Kinder-Puzzle“ schon ein etwas schwierigeres – nicht dass ich da drei Tage puzzle und dann is vorbei“, hör ich mich heute noch sagen. Die Verkäuferin grinste meines Erachtens etwas dämlich und gab mir eine Schachtel in die Hand: Schräges Motiv bestehend aus drei Grundfarben. Mit einem zufriedenen Gesicht ging ich wieder aus dem Geschäft. Daheim fing ich sofort an und ich weiß heute nicht mehr, wie viele Abende ich mit mir verbrachte um kleine deformierte Quadrate/Rechtecke aneinander zu stecken, aber es waren eine ganze Menge. Irgendwann dachte ich es wäre schon nahezu zufällig zwei Teile zu erwischen die dann endlich zueinander passen. Doch der Wille es fertig zu bringen wurde nie weniger. Es fühlte sich großartig an mit der Handfläche über den Teil des Puzzles zu streichen der schon ganz war. Ich konnte Stunden davor sitzen, völlig abschalten und mich in dieser Welt aus einzelnen Stückchen verlieren. Das letzte fehlende Stück einzusetzen hatte etwas sehr Feierliches an sich. Es war auch irgendwie eine Befreiung es endlich wieder los zu haben – wieder meinen Tisch benutzen zu können. Etwas mit dem man sich nun drei Monate beschäftigt hat wieder wegzuräumen. Aber auch Stolz, es endlich geschafft zu haben und ein bisschen Wehmut weil es nun zu Ende ist. Aber es waren ganz bestimmt die besten Abende die ich in letzter Zeit hatte…
…man ich brauch ein Neues.
P.S. und sagte ich schon irgendwann einmal, dass ich Rätsel liebe?

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