…und wenn ja, wie viele?

Heimgekommen. Salzburg begrüßt mich seit meiner Ankunft jeden Tag aufs Neue mit einer alles erwärmenden Herbstsonne. Es ist ruhig geworden, wie ich mich auf diese Stille gefreut habe.

Es bleibt nur die Frage wie man eine Stadt so lieben kann und ihr trotzdem und jederzeit den Rücken kehren würde.

Alles erscheint Schwerelos,  wunderbare Momente des zufrieden Seins mit der Erkenntnis dass sich ein tief sitzender Seelenknoten gelöst hat. Wann es genau geschah?  Ich weiß es nicht. Wenn Bann und Zauber brechen tun sie das leise.

Es bleibt nur die Frage warum es mir manchmal fehlt so einen Seelenknoten in mir  zu tragen. Kann ich bitte einen Neuen haben?

Der Junge mit den dunklen funkelnden Augen und dem großen Herz ist wieder da, seine Rückkehr so scheint es dauerte länger  als seine Reise, nun hat er alle Masken abgelegt. Ich bewundere Männer die Schwäche zeigen können, weil sie doch die wahren Krieger sind. Eine Freundschaft die für mich nie dazu bestimmt war etwas anderes zu werden. Weil ein hätte, könnte, sollte, wollte manchmal nicht ausreicht.

Es bleibt nur die Frage warum man sich  auf seltsame Art und Weise betrogen fühlt, wenn man das nicht mehr haben kann, was man nie wollte.

Ich bin glücklich, weil ich alles habe was ich mir gewünscht hatte.

und doch sollte man seine Wünsche mit Bedacht wählen, denn sie könnten eines Tages in Erfüllung gehen.


4 Antworten zu „…und wenn ja, wie viele?“


  1. 1 johannatindomerel Oktober 7, 2009 um 4:31

    Achja, die Seelenknoten…sie lassen einen oft Qualen leiden und doch fühlt man sich manchmal leer ohne sie, will man doch keine leere, glatte Hülle sein…

    Sehr schöner Text und ich glaub ich kann mich sehr gut in das Gefühl reinversetzen!
    Besonders der Satz „Es bleibt nur die Frage warum man sich auf seltsame Art und Weise betrogen fühlt, wenn man das nicht mehr haben kann, was man nie wollte“ – damit triffst du es einfach sowas von auf den Punkt! Danke für die Erkenntnis ;)
    Liebe Grüße

  2. 2 barfussinsalzburg Oktober 7, 2009 um 8:48

    Hehe du kannst eine Erkenntnis daraus ziehen? Dann bist du mir weit vor raus! Ich hab im Moment einfach zu viele Stimmen in meinem Kopf. Randvoll quasi. hui, pfui, arg.

  3. 3 johannatindomerel Oktober 9, 2009 um 6:19

    ^^Naja, weniger die Erkenntnis, WIE man diese Problem lösen könnte, sondern eher die Erkenntnis, wie man diese Problem überhaupt BENENNEN kann…und das hast du auf den Punkt gebracht!!

    *gg* Dann herrscht in deinem Kopf quasi ein ziemliches Stimmengewirr?! Schrecklich, wenn die alle durcheinander brabbeln, du bräuchtest einen Gong und einen Redestab ;) Die kriegen sich bestimmt wieder ein, die Stimmen und dann ist der Kopf wieder frei!
    Aber es gibt einfach so schlimme Zeiten, wo einem der Kopf schier zu platzen scheint, ich fühl mich auch grad voll bis oben hin…
    Durchatmen und durchs Herbstlaub hüpfen ;)

  4. 4 barfussinsalzburg Oktober 11, 2009 um 10:48

    Ja du hast Recht, durchatmen, dann wirds besser. Dann und wann schreien sie einfach zu sehr und man weiß nicht welche die richtige ist. Aber darüber „schlafen“ ist anscheinende doch immer eine gute Lösung :-)


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