Archiv der Kategorie 'Gedichte'

Wunderbar Lyrisches

Lang lang ist es her, als ich das letzte “Gedicht” hier gepostet habe. Warum? Weil ich nur Lyrik bloggen will, die mich berührt, die ich genial finde, oder einfach wunderschön zu lesen ist. So etwas findet man nicht alle Tage bzw. Wochen. -Gott sei Dank, sonst wäre doch alles Gewöhnlich, und von Gewöhnlichem war ich noch nie angetan. Mein Leben ist ein Auf und Ab. - Aufregend, außergewöhnlich und wunderschön. Gut zu wissen, dass nicht immer alles in Tragik getränkt sein muss. Danke.

Als wir uns liebten,
liebten wir uns selbst nicht.
Als wir uns den Krieg erklärten,
gaben wir uns schon verloren.
Als wir geschlagen waren,
bemühten wir die Geschichte.
Als wir allein waren,
übertönten wir sie mit Musik.
Als wir uns trennten,
blieben wir am gleichen Ort.
So lagen wir uns bald wieder in den Armen
und nannten es ein Liebesgedicht,
aber kein Liebesgedicht erklärt uns,
die Angst vor der Liebe,
und warum der Himmel so blau war,
als wir uns trafen,
und warum er immer noch blau sein wird,
wenn wir sterben werden,
du für dich,
ich für mich.

(Jörg Fauser)

Lyrisches der Woche

Nun ja… neue Woche, und eventuell auf einige hier ganz passend ;)

ICH WILL TAUSCHEN

Tausche
sündteure Luxusgüter
gegen eine Kombipackung
Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Tausche
einen randvollen Terminkalender
gegen ein Überraschungspaket
zu Herzen gehender Augenblicke.

Tausche
extragroße Zweifel und
Ängste
gegen eine Familienpackung
Vertrauen und Geborgenheit.

Tausche
ein Leben voll Haben
gegen ein Leben
voll Sein und Sinn.

(Ernst Ferstl)

Gedanken der Woche

Noch in Gedanken an das tolle Wochenende und als “Dankeschön” für die, die immer für mich da sind:

Ein Leben ohne Freunde ist kein Leben,
wie behaglich und gesichert es auch sein mag.
Wenn ich Freunde sage,
meine ich Freunde.
Nicht irgendwer,
nicht jeder kann dein Freund sein.
Es muss jemand sein, der dir so nah ist wie deine Haut,
jemand,
der deinem Leben, Farbe, Dramatik, Bedeutung verleiht.
Irgend etwas jenseits der Liebe,
das dennoch Liebe mit einschließt.

(Henry Miller)

Gedicht der Woche

KLEINE MORGENGYMNASTIK

Ich stehe mit dem
richtigen Fuß auf,
öffne das
Fenster der Seele,
verbeuge mich vor allem,
was liebt,
wende mein Gesicht
der Sonne entgegen,
springe ein paarmal
über meinen Schatten
und lache mich gesund.

(Hans Kruppa)

Einen schönen sonnigen Wochenbeginn euch allen!

Wunderbar Geschriebenes der Woche:

Hier das neue “Gedicht” der Woche, viel Spass:

Auferstehung

In deinem Lächeln
ertrinken
an meinem zärtlichen Gefühl
ersticken
und dann
leben!

(Jörn Pfenning)

Im Haus meines Lebens

Nun, Frau S. hat sich ganz fest vorgenommen jede Woche ein Gedicht zu posten. Natürlich nicht irgendwelche Gedichte, sondern nur die, die mich berühren, durch die ich mich ein bisschen zurücklehnen und träumen kann. Ich hab einen Faible für gut Geschriebenes…. und passend zu meinem Umzug in mein neues Zuhause hier kommt schon das Erste hereingeflattert:

Im Haus meines Lebens
soll Heiterkeit herrschen,
Freude, Musik und Tanz.
Leichtigkeit soll die Zimmer erfüllen,
Lebenslust in der Luft liegen
und Wärme durch die Fenster strömen.

Meine geliebten Gäste
soll es ein Stück Heimat sein,
ein Ort des Friedens und der Harmonie,
den sie erfrischt und gestärkt verlassen -
mit dem Wunsch,
bald wiederzukehren.

Im Haus meines Lebens
soll Zuversicht wohnen,
Schönheit alle Wände durchdringen
und Poesie in allen Räumen wirken.

(Hans Kruppa)