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Das neue Jahr
sieht mich
freundlich an.
Und ich lasse das
Alte mit seinem
Sonnenschein
und Wolken
ruhig
hinter mir.

(Goethe)

Hand in Hand bis wir uns dann wiedersehen meine Liebste.

Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn die Welle der Sehnsucht überschäumt
und schließlich am Fels der Erinnerungen zu einem Lachen bricht,
dann lernt man hören.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn die Traurigkeit an einer Straßenecke ihren Abgrund verliert
und nicht mehr nach ihm sucht,
dann lernt man fühlen.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn dein Lächeln unter die Haut kriecht
und nach Erdbeermarmelade schmeckt,
dann lernt man sehen.
Dich bei mir wissen, hier bei mir.
sie hören
sie fühlen
sie sehen
deine bunten Fingerfarbenabdrücke
auf meiner Seele.

© by barfussinsalzburg

So die Theorie, wunderschöne Theorie:

Leben heißt lernen…

…dass wir uns Zeit nehmen müssen,
wenn wir welche haben wollen;
dass wir verantwortlich sind
für Gedachtes und Nichtgedachtes,
Gesagtes und Nichtgesagtes,
Getanes und Nichtgetanes;
dass der Sinn des Lebens
darin liegt, immer die Liebe
und das Leben im Sinn zu haben.

Leben heisst lernen,
dass es nicht darauf ankommt,
ob wir uns etwas schenken,
sondern darauf,
ob wir imstande sind,
uns gegenseitig etwas zu geben;
dass das Wesen des Lebens
die Veränderung ist;
dass wir Liebe säen müssen,
wenn wir Liebe ernten wollen.

Leben heißt lernen,
die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
das Weglassen, das Zulassen,
das Loslassen;
dass die schwierigste Aufgabe
unseres Leben darin besteht,
nie aufzugeben;
dass unser Mensch-Sein untrennbar
mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

(Ernst Ferstl)

ihren anblick vor augen
ihren geruch im sinn
ihre stimme noch im ohr

habe ihr wesen erkannt
ihre liebe erfahren und
ihren mut in meinem herzen

mag sein
daß sie gegangen ist
und nie mehr wiederkommt

aber sie ließ genug zurück
um für mich am Leben zu sein

(Gerhard Feil)

Happy Birthday meine Liebste. Du fehlst!

Lang lang ist es her, als ich das letzte “Gedicht” hier gepostet habe. Warum? Weil ich nur Lyrik bloggen will, die mich berührt, die ich genial finde, oder einfach wunderschön zu lesen ist. So etwas findet man nicht alle Tage bzw. Wochen. -Gott sei Dank, sonst wäre doch alles Gewöhnlich, und von Gewöhnlichem war ich noch nie angetan. Mein Leben ist ein Auf und Ab. – Aufregend, außergewöhnlich und wunderschön. Gut zu wissen, dass nicht immer alles in Tragik getränkt sein muss. Danke.

Als wir uns liebten,
liebten wir uns selbst nicht.
Als wir uns den Krieg erklärten,
gaben wir uns schon verloren.
Als wir geschlagen waren,
bemühten wir die Geschichte.
Als wir allein waren,
übertönten wir sie mit Musik.
Als wir uns trennten,
blieben wir am gleichen Ort.
So lagen wir uns bald wieder in den Armen
und nannten es ein Liebesgedicht,
aber kein Liebesgedicht erklärt uns,
die Angst vor der Liebe,
und warum der Himmel so blau war,
als wir uns trafen,
und warum er immer noch blau sein wird,
wenn wir sterben werden,
du für dich,
ich für mich.

(Jörg Fauser)

Nun ja… neue Woche, und eventuell auf einige hier ganz passend ;)

ICH WILL TAUSCHEN

Tausche
sündteure Luxusgüter
gegen eine Kombipackung
Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Tausche
einen randvollen Terminkalender
gegen ein Überraschungspaket
zu Herzen gehender Augenblicke.

Tausche
extragroße Zweifel und
Ängste
gegen eine Familienpackung
Vertrauen und Geborgenheit.

Tausche
ein Leben voll Haben
gegen ein Leben
voll Sein und Sinn.

(Ernst Ferstl)

Noch in Gedanken an das tolle Wochenende und als “Dankeschön” für die, die immer für mich da sind:

Ein Leben ohne Freunde ist kein Leben,
wie behaglich und gesichert es auch sein mag.
Wenn ich Freunde sage,
meine ich Freunde.
Nicht irgendwer,
nicht jeder kann dein Freund sein.
Es muss jemand sein, der dir so nah ist wie deine Haut,
jemand,
der deinem Leben, Farbe, Dramatik, Bedeutung verleiht.
Irgend etwas jenseits der Liebe,
das dennoch Liebe mit einschließt.

(Henry Miller)

KLEINE MORGENGYMNASTIK

Ich stehe mit dem
richtigen Fuß auf,
öffne das
Fenster der Seele,
verbeuge mich vor allem,
was liebt,
wende mein Gesicht
der Sonne entgegen,
springe ein paarmal
über meinen Schatten
und lache mich gesund.

(Hans Kruppa)

Einen schönen sonnigen Wochenbeginn euch allen!

Hier das neue “Gedicht” der Woche, viel Spass:

Auferstehung

In deinem Lächeln
ertrinken
an meinem zärtlichen Gefühl
ersticken
und dann
leben!

(Jörn Pfenning)

Nun, Frau S. hat sich ganz fest vorgenommen jede Woche ein Gedicht zu posten. Natürlich nicht irgendwelche Gedichte, sondern nur die, die mich berühren, durch die ich mich ein bisschen zurücklehnen und träumen kann. Ich hab einen Faible für gut Geschriebenes…. und passend zu meinem Umzug in mein neues Zuhause hier kommt schon das Erste hereingeflattert:

Im Haus meines Lebens
soll Heiterkeit herrschen,
Freude, Musik und Tanz.
Leichtigkeit soll die Zimmer erfüllen,
Lebenslust in der Luft liegen
und Wärme durch die Fenster strömen.

Meine geliebten Gäste
soll es ein Stück Heimat sein,
ein Ort des Friedens und der Harmonie,
den sie erfrischt und gestärkt verlassen -
mit dem Wunsch,
bald wiederzukehren.

Im Haus meines Lebens
soll Zuversicht wohnen,
Schönheit alle Wände durchdringen
und Poesie in allen Räumen wirken.

(Hans Kruppa)