Lang lang ist es her, als ich das letzte “Gedicht” hier gepostet habe. Warum? Weil ich nur Lyrik bloggen will, die mich berührt, die ich genial finde, oder einfach wunderschön zu lesen ist. So etwas findet man nicht alle Tage bzw. Wochen. -Gott sei Dank, sonst wäre doch alles Gewöhnlich, und von Gewöhnlichem war ich noch nie angetan. Mein Leben ist ein Auf und Ab. - Aufregend, außergewöhnlich und wunderschön. Gut zu wissen, dass nicht immer alles in Tragik getränkt sein muss. Danke.
Als wir uns liebten,
liebten wir uns selbst nicht.
Als wir uns den Krieg erklärten,
gaben wir uns schon verloren.
Als wir geschlagen waren,
bemühten wir die Geschichte.
Als wir allein waren,
übertönten wir sie mit Musik.
Als wir uns trennten,
blieben wir am gleichen Ort.
So lagen wir uns bald wieder in den Armen
und nannten es ein Liebesgedicht,
aber kein Liebesgedicht erklärt uns,
die Angst vor der Liebe,
und warum der Himmel so blau war,
als wir uns trafen,
und warum er immer noch blau sein wird,
wenn wir sterben werden,
du für dich,
ich für mich.
(Jörg Fauser)
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