Archiv der Kategorie 'normal-geniale Leute?!'

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Wie klingt eigentlich ein Lied über Salzburg?
Welche Krankheiten bekommen wir,wenn wir googeln?
Wie hört/fühlt es sich an, wenn man Musik wieder zum Ursprung downgradet?
Und wo ist Quaxi jetzt, seit er nicht mehr Star im Fernsehen ist?

Diese und viele andere Fragen mehr behandelt Zweitweise. Zwei Koffeinjunkies. Ein Projekt. Mit viel Musik, dem wahren Leben und dem Wunsch nach Leben 2.0.

Viel Spaß damit und ein schönes Herbstwochenende. :-)

What would you do if i sang out of tune?

Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war. Ich hatte mich verlaufen und um mich herum war es dunkel. Zu dunkel. Ich konnte nichts sehen nichts fühlen. Verloren, zu viel verloren.

Und als es nicht mal mehr ein Bergab gab lernte ich ihn kennen … und fühlen.

Mich weinen lassen, mich schreien lassen, mich lachen lassen, mich tanzen lassen, mich betäuben lassen und mich gehen lassen.
Mich mich sein lassen, so wie sie es immer getan hat. Ohne Zweifel dass jeder Moment der Richtige ist.

Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war, und wie glücklich mit dir. Danke.
Happy Birthday mein Freund.
Wie grau wäre meine Welt ohne Menschen wie du einer bist.

Die Nacht ist so schön hell

Ich betrete die Küche, irgendetwas ist anders, ich kann es fühlen, drehe mich um und erkenne es sofort. Es ist so auffällig als hätte jemand den ganzen Raum mit den buntesten aller Frühlingsfarben angestrichen. Ich halte kurz inne, bin verwundert, durcheinander und muss mich zusammenreißen um den Blick wieder abzuwenden, wie gewohnt meinen Café zu machen, ich drehe mich wieder um, kann es fühlen. Jetzt nur den Moment nicht stören…
Ich gehe.

Bei mir angekommen spüre ich wie mein Herz pulsiert.
Meine Eltern waren immer gute Eltern, nein sie waren und sind ausgezeichnete Eltern, hätten einen Orden verdient, für ihr Wesen, für ihr Sein. Deshalb war ich als Kind so oft traurig, weil ich wusste, dass sie nicht glücklich sind und welchen Kampf sie kämpfen für uns, für uns drei die sie nicht zurücklassen wollten in einer verkappten Scheidungs-Familie. Und doch hab ich mir so oft gewünscht sie würden sich scheiden lassen, damit ich es nicht mehr mit ansehen muss, diese Kälte zwischen ihnen, diese Oberflächlichkeit, das Unglücklich Sein, das mich von Klein an traf wie auf mich herabfallende Steine, die ich mit der Zeit nicht mehr auffangen konnte.
…Weil ich schon immer gut darin war… im fühlen.

So wuchs ich auf und mir fehlte es nie an Liebe. An dieser immensen Liebe die sie für mich, für uns Kinder hatten, so viel als würde nichts mehr für sie selbst übrig bleiben.
Noch heute versteinere ich jedes Mal bei der ersten Umarmung eines neuen von mir Geliebten. Noch heute kann ich ihnen am Anfang nicht in die Augen sehen, aus Angst hindurch sehen zu können.
-So wie sie sich nie sehen konnten.

Versteinert. Wie vor ein paar Tagen in der Küche, die nie bunter und wärmer war, weil sie einfach ganz entspannt dasaßen. Ihr Kopf an seine Schulter gelehnt, sie lachten und er hielt ihre Hand, als wäre es das Selbstverständlichste. Keine Theater Vorstellung. Nur die zwei.

„S, wir gehen an den See.“
-“Mhm, ja, viel Spaß“
„S, wir gehen Radfahren.“
-“Ja ok. Viel Spaß“
„S, wir gehen später dann noch spazieren.“
-“Ihr macht WAS?!“
„Naja, es ist Vollmond und die Nacht ist so schön hell…“

Ich weiß nicht was es ist. Aber es ist gut.

(Rück-)Blick

Oder:“ Das Schicksal nimmt nichts, was es nicht gegeben hat.“ (Lucius Annaeus Seneca)

Gut, ich habe mir nebst der sowieso stressigen Feiertage, welchen Sinn haben eigentlich stressige Feiertage? mit meinem „Coming Home Projekt“ hier zum Jahresabschluss viel vorgenommen. Bald ist es da das neue Jahr (oder wie Lexxa so schön sagt MR. 2009) und es beginnt, „das Spiel der Mächtigen“ , nach meinen Regeln.

„Coming Home“ ist ein Projekt für mich das mir zeigen soll, dass nicht alles an diesem Jahr schlecht war. – Oder einfach  weil ich nicht gehen will ohne meinen Frieden mit dem Feind geschlossen zu haben. 2008 nahm mir meine wundervolle Oma und unerwartet einfach so meine Liebste. Zeigte mir auf, wer in diesem Jahr bei mir sein wird und wer gehen wird. Trotz so vieler Verluste, gab es Menschen, die immer bei mir waren, so wie dieser großartige Mann, mein Papa über den ich damals schon, und ich finde sehr treffend, gebloggt habe. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, unter anderem auch diesen wunderbaren Jungen mit dem großen Herz und auch durfte ich meinen Neugeborenen Cousin in die Arme schließen. Nicht zu vergessen hatte ich noch ein halbes Jahr Seite an Seite mit IHR, meiner Liebsten, meiner Seele und dieses ganze halbe Jahr ist es vielleicht doch wert 2008 ein bisschen zu lieben.

„Einen Funken Gutes darin zu sehen, hast du mich immer gelehrt. Nicht aufzugeben…
Ich würde dich so gerne beschreiben können, doch es fällt mir schwer aus einer Million voller wunderbaren einzigartigen Erinnerungen eine herauszusuchen. Gott wir sind uns so ähnlich. Wenn ich dich sehe denke ich mir so oft wie unendlich groß deine Liebe ist, wie grenzenlos. Wie macht man all das? Wieso kannst du nur mit einem Blick sehen, wie es mir geht? Warum hast du immer die richtigen Worte? Wie kannst du einfach immer da sein? Du bist meine beste und vor allem meine ehrlichste Freundin. Wie kann es sein, dass ich dein Auto zerschrotte und du kommst mit einem riesigem Glückskäfer aus Schokolade bei mir an?
Weil Blech nur Blech ist….

…und Blut dicker als Wasser.
Danke Mami, für die die du bist. Du bist unbeschreiblich, so wie meine Liebe zu dir.“

brothers and sisters

Oder:“ Darf ich vorstellen, mein Bruder.“

Hättet ihr mich als ich 8 Jahre alt war gefragt, wie es denn so ist mit  einem großen Bruder aufzuwachsen hätte ich euch wohl vom größten Tyrannen überhaupt berichtet, der mich nie mitspielen lässt, mir einen Streich nach dem anderen spielt und noch dazu Mamis Liebling ist. – Doch sich Abends, wenn wir schlafen müssten draußen am Gang vor unseren Zimmern zu treffen und sich einen „Klatschhand (diese kleinen klebenden Gummi-Hände aus der Ybbs Zeitschrift)- Kampf“ zu liefern ist immer klasse.

Damals hätte ich wohl noch nicht gedacht, dass ich mit 15 dann Rotz und Wasser heule, nur weil er in die Stadt zieht.
Heute bin ich froh darum, weil seine Couch schon seit ewigen Zeiten genau nach mir eingelegen ist :mrgreen:

Auch kann ich mich an diese unglaubliche Umarmung erinnern, als ich vor 2 Jahren heulend vor seiner Tür gestanden bin, weil wieder mal eine Beziehung zerbrochen war. „S. bist du schwanger?“ „NEIN, aber es ist aus.“ „Achso, und ich dachte schon es wäre was schlimmes“, zwinkerte er mir zu und gab mir ein Bier. Hier sei erwähnt, dass wir beide wie Hunde leiden können, wenn eine Beziehung den Bach runter geht.

Mein Bruder ist ein Menschenmagnet. Ich hab es schon immer bewundert wie viel Leute er in seinen Bann zieht. Er ist wundervoll weil er so ehrlich ist, ich liebe seinen Humor, seine Menschlichkeit und dann hat er noch dieses verdammte Talent aus allem was er anfasst Gold zu machen. Seit ich denken kann war mir immer klar: der Junge wirds mal zu was bringen. Und ich hatte Recht :-) .

Heute reden wir über Sex, Männer, Frauen, gehen zusammen fort und sind füreinander da, halten uns, pushen uns und würden uns jeder Zeit wieder ein „Klatschhand-Duell“ liefern. :-)

Und das ist es, was ich euch heute sagen kann, wie es ist einen großen Bruder an seiner Seite zu haben: Es ist das größte Glück.

Der Junge der nicht weiß was Liebe ist

Oder:“ Pleased to meet you, I hope you guess my name“

„Weißt du eigentlich, dass das mein Neuer wird“, lachte ich damals scherzend meiner Liebsten zu und deutete auf ihn. Wir saßen im Café und er zwei Tische weiter. Wir kannten uns nicht, hatten noch nie miteinander geredet und doch war er mir irgendwie vertraut. „Was jetzt wirklich?“ sie sah mich verdutzt an und musterte ihn skeptisch. „Ja irgendwas fasziniert mich an dem Typen, aber ich hab keine Ahnung was es ist. Er studiert mit mir und ich mag seine Art ein Referat vorzutragen. So planlos und dann mit dieser Selbstsicherheit vorne zu stehen und keiner merkt was. Nur ich. ich musste insgeheim lachen. Er ist irgendwie anders.“

Doch wie anders er wirklich ist, sollte ich erst viel später erfahren…

Es dauerte nur einen Café und ein kurzes betrunkenes Zusammentreffen auf einem Fest bis diese besagte Nacht kam, uns in gelb-orange hüllte und somit unsere gemeinsame Geschichte einläutete.
Überhaupt war unsere ganze Beziehung wie ein Film. Von Anfang bis Ende getränkt in Tragik, breitem Grinsen, atemberaubende Momente, schönen Landschaften und einer unglaublichen Leidenschaft die einfach alles durchdrang. Bei jedem Treffen kam dieser magische Nebel über uns uns ließ uns abtauchen, in uns hinein tauchen, in die unendlichen Tiefen unserer Seelen.

Wann er Angst bekam kann ich heute nur noch Bruchstückhaft sehen. Ich bekam sie, als ich begann ihn zu lesen. Auf vielen Seiten ganze Kapitel lang sah ich seine Rastlosigkeit. Er drehte sich schneller als der Wind, bis ihm eines Tages so schwindlig war, dass er nicht mehr wusste ob er vor oder zurück geht. Wir konnten nie den nächste Schritt machen, weil wir nie wussten wo wir gerade waren. Vorne, hinten, uns zu nah oder weit weg? Wir sprangen über Welten, stampften ganze Ozeane aus dem Boden und am nächsten Tag gingen wir wieder unsere eigenen Wege zurück, weil ein wir auch heißt schwach zu sein. Weil ihm ein „Wir“ mehr Angst machte als alles andere. Wir brauchen uns doch gar nicht! Zwei Tyrannen. Wer ist der Größere? Zwei Masochisten, wer leidet mehr? Zwei Sadisten, wer lacht zuerst? Machtspiele. Mutproben. Wir brauchen uns nicht – haben uns noch nie gebraucht. Monate in denen wir uns nicht hörten nicht sahen um dann auf einmal aus dem Nichts heraus wieder aufeinander zu prallen uns zu lieben uns zu halten. Festhalten. „Geh nicht!“ Doch wir sind immer wieder gegangen. Weil er es nicht sehen konnte was es ist, diese Liebe deren Inbegriff wir waren, und ich irgendwann müde geworden bin. Müde es ihm immer und immer wieder zu zeigen.
Weil ich irgendwann merkte, wie anderes er wirklich ist.
Weil des Lebens Ruf an uns niemals enden wird.

Noch heute steh ich hin und wieder atmelos hier und kann den Punkt sehen an dem die Welle schlussendlich brach und zurückrollte.

Das zurückgekehrte Mädchen

Oder:“ Nach einem Ideal zu streben, lässt uns nur in der Masse untergehen“

…und 3 Jahre später einfach so ist sie zurück, als wär sie nie weg gewesen, als wären wir wieder diese zwei Mädchen von damals bei denen es kein Morgen gibt. Es tut gut sie so entspannt, gesund und glücklich zu sehen. Ich hatte schon vergessen wie wunderbar trocken ihr Humor ist, wie lebensgetreu sie von diversen nächtlichen Affären erzählt, dass man sich vor lachen nicht mehr halten kann.

Wir hatten uns verloren als diese Krankheit über sie einbrach und von ihrer Seele fast nichts übrig lies.  Ich kann mich noch erinnern als ich unter Tränen vor ihr saß und sie anflehte mit mir darüber zu reden. Dass ich ihr helfen könne, dass ich bei ihr sein werde. Doch sie wollte nicht. Und gab es nicht zu wie sehr der Hunger nach Liebe sie langsam und unaufhörlich zerfraß.
Ein paar Ecken weiter hinten hatten wir uns dann endgültig verloren. Ich konnte es nicht mehr mit ansehen wie diese wunderhübsche lustige und großartige Frau die sie mal war ersetzt wurde durch einen Hauch von Nichts mit großen leeren Augen.

Wenn eine lang vermisste Person zurückkehrt hat das zwei Seiten, zum einen die Freude und zum anderen das Wissen dass sie jederzeit wie damals wieder gehen könnte. Doch ich will nicht nachdenken über das was sein könnte. Denn wenn ich sie heute ansehe, sehe ich den Glanz in ihren Augen und wie tief ihr Lachen geht und das ist alles was zählt.

„Süße, hungern hat keinen Sinn. Man muss das Leben genießen, was auch kommt. Ja, man trifft oft die falschen Leute, die uns glauben lassen wollen, nicht genügend zu sein. Doch wichtig ist, was wir von uns selbst halten. Wichtig ist so zu sein, wie man selbst sein will. Wo kämen wir hin, wenn wir keinen Glauben an uns selbst hätten und wenn wir nicht wissen würden wie wunderbar jeder von uns ist? Du bist für mich einzigartig und wunderbar und jeder der es nicht sehen kann, soll bleiben wo der Pfeffer wächst.“

Wunderbare Jahre

Oder:“ Freunde der Seele.“

Ich kann mich noch erinnern als wäre es gestern gewesen und doch ist es so viele Jahre her. 10 Freunde wollten Urlaub machen, einen Segel-Turn. Ich kannte alle bis auf die Eine und da wir die einzigen zwei Single-Mädchen waren wurde über unseren Kopf hinweg entschieden: Wir kommen in eine Kajüte. Der Tag an dem wir uns kennen lernten war auch der Tag des Abfluges, weil es keine von uns für unbedingt Nötig gehalten hat, dass wir uns vorher zwangsweise noch treffen müssten. :-) Es war auch der Tag an dem ich meine Seelenfreundin kennen lernen sollte. Wir kamen aus diesem Urlaub zurück und ließen uns nie mehr los.

„Weißt du noch in Italien? Wir machten dieses dumme Foto wo man die Köpfe in die Vorlagen hält, wir waren ein Brautpaar und haben uns darüber kaputt gelacht.
Oder damals in Rhodos, als wir Schlussendlich nach 100 blöden Zufällen beide im Krankenhaus gelandet sind, aus dem wir dann wieder flüchteten
Du hast mir die Hand gehalten als ich diesen Schwangerschaftstest gemacht habe und ich war die erste, die du nach deiner Operation angerufen hast, noch halb narkotisiert. Wie oft haben wir über Männer gelacht und wie oft haben wir uns gegenseitig wegen so manchem trösten müssen. Wahnsinn, wie oft haben wir nach deinen Kontaktlinsen gesucht?! :-) .
All unsere Sommerabende…mit einem Glas Wein auf der Terrasse sitzen. Oder als ich dem widerlichen Typen im Lokal eine runtergehaut hab weil er mir auf den Hintern gegrabscht hat und du hast dich darüber kaputt gelacht. Bei uns gab es nichts, was wir uns nicht hätten sagen können. Du warst meine Stütze, ich war deine.

Und ich weiß noch  wie stark die Sonne schien an dem Tag an dem mich dein Bruder anrief um halb 8 Uhr morgens und mir von deinem Tod berichtete. Ich weiß das noch weil sie sich durch die Tränen in meine Augen brannte. Und ich kann mich an den Schmerz erinnern.

..und doch weiß ich, dass du bei mir bist und du ein wunderbares Geschenk für mich warst, ich hatte mit dir irre Jahre meines Lebens und alle davon waren wunderbar und vor allem einfach so lustig :-) . Ich bin so dankbar für jeden einzelnen Tag davon. Und ich weiß dass du jetzt ganz viel auf mich setzt. Du dabei bist bei jedem Schritt den ich geh. Es ist nicht immer leicht, doch im Gegenzug bringt mir jede Erinnerung an dich ein Lächeln.

Danke, dass ich dich hab kennen lernen dürfen. Du warst der großartigste Mensch der mir jemals begegnet ist.“



Sisters

Oder:“Der Pitbull unserer Familie.“

Ja Frau Barfuss hat ne große Schwester, und was für eine. Intelligent, erfolgreich, wunderschön und total tuff. Kein Wunder dass viele Männer schon heulend den Schwanz eingezogen haben und wieder abgerauscht sind, obwohl die armen Kerle ihr meist nur ein Getränk spendieren wollten.  Wenn sie jemanden nicht mag, bekommt sie immer diesen „netten“ Unterton in einem Gespräch, der dem Gegenüber klar macht sich am besten so schnell wie möglich in Luft aufzulösen. Vor allem dann, wenn jemand ihrer Meinung nach ihren kleinen Geschwistern (was wir ja nicht mehr sind, aber in der Rangfolge nach ewig bleiben werden) etwas „böses“ will, der- oder diejenige kann nur noch beten ihr nicht zu begegnen. :mrgreen:

Was aber alle nicht wissen ist wie unglaublich weich und liebevoll sie in Wirklichkeit ist. Wie herzlich und offen zu denen die sie liebt.

So gab es unsere „Single-Zeiten“ in denen wir gemeinsam mit Prosecco und  Zigaretten zu  lauter Musik durch ihre Wohnung tanzten bis regelmäßig die ganze Nachbarschaft (und ja einer davon hatte wirklich immer so ne irre weiße Schlafmütze auf) vor der Tür stand und uns ansahen als ob wir nicht mehr alle Tassen im Schrank hätten.
Auch unser gemeinsamer Urlaub heuer, so schlimm der Grund auch war, warum wir unsere Koffer gepackt und das Land verlassen haben, war wunderschön und bewies mir wiedermal aufs Neue: Sie ist da. Immer.
Egal was kommt diese Frau reicht mir immer die Hand, lacht mit mir, liebt mit mir und weint mit mir.

Ich liebe alles an meiner Schwester, die auf ihren High-Heels daher läuft als wäre sie darin geboren worden, mit ihrer Cavalli Tasche in der einen und einem weißen Spritzer in der anderen Hand und wenn sie dann noch ein paar Rache-Pläne schmiedet, müssen mein Bruder und ich immer grinsen, denn so ist sie eben – der Pitbull unter uns mit dem riesengroßen Herz.

Die wunderbare Welt des Herrn E.A.

Oder:“ Ich sags dir die Polizisten waren so nett, ich hab nur 40 Euro zahlen müssen.“

Wer kennt ihn nicht, Herrn Flanders von den Simpsons. Man denkt ihn sich ca. 35 Jahre älter, nehme ihm den übermäßigen religiösen Glauben und verdoppel seine „alles ist wunderbar“ Theorie. Das ist Herr E.A. .
Ich kenne keinen Menschen auf dieser Welt der sie so sieht wie er. Dieser unzerstörbare Optimismus, was auch geschieht. Altersbedingt hat Herr E.A. schon oft das Krankenhaus aufgesucht, das Essen schmeckt seiner Meinung nach dort immer vorzüglich, die Schwestern sind immer unglaublich nett und die Ärzte… unglaublich kompetent.
Er genießt es in der Öffentlichkeit zu stehen, bei jeder noch so kleinen Gelegenheit wird die Zeitung angerufen und ein Artikel gedruckt. -Mit der Zeit haben wir uns daran gewöhnt, schließlich macht ihn das glücklich. Hier soll noch erwähnt werden, dass Herr. E. A. ohne Zweifel ein sehr intelligenter Mann ist. Er schrieb früher selbst bei einer sehr renommierten Zeitung und dann auch mal so nebenbei ein Buch und erzählt wahnsinnig interessante Geschichten über den Krieg, die Liebe und das Leben.  Jedoch kann er mit seinem über ausgeprägten Optimismus auch nerven wie kein anderer. :-)

Ich liebe ihn meinen Stiefoper, keiner hätte seine Rolle besser einnehmen können als er. – Und er liebt uns und jeder Mensch auf dieser Welt, der ihm auch nur einmal begegnet ist, weiß wie intelligent, wunderschön, hilfsbereit seine Enkel sind und wie stolz er auf uns ist.

Ein sonderbarer Mann, der in einer sonderbaren Welt lebt und manchmal denke ich mir, ich würde auch gerne in dieser  Welt leben. Sie muss wunderbar sein.

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