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… ja die hat Frau S. gegossen aus Blei zu Silvester. Ein gewisser Teil von mir, lechzt im Moment danach Gewissheit zu haben was die Zukunft bringen wird. Es wäre einfach schön zu wissen wie etwas ausgeht, denn wenn es nicht gut geht, könnte ich es gleich bleiben lassen.
Doch in Wahrheit tut die Zukunft was sie will und in Wirklichkeit gibt es nur Reisen ins Ungewisse. Ich erinnere mich an eine Zeit in der ich es toll fand nicht zu wissen was passiert. Ich fand es aufregend und bereichernd dieses Spiel mit dem Zufall. Es lässt einen diese unglaubliche Leichtigkeit des Seins verspüren. -Die ich seit Wochen nicht mehr fühle. Weil ich mich da irgendwie mit hineinziehen ließ, in diesen Strudel aus Angst und Beklemmung der einem die letzte Luft zu atmen nimmt.
Doch damit ist jetzt genug. Weil ich ein lebenshungriges easy-going Mädchen bin. Weil ich heute lieben kann und es auch morgen nicht bereuen werde, egal wie es ausgeht. Es ist ein Grundcharakter der nicht vergeht, ganz im Gegenteil, versucht man ihn zu unterdrücken bricht er nur noch stärker durch. Ich werde mich immer in die Schönheit des Moments verlieren, auch wenn man mich dafür belächelt. Ich werde immer wenn mir danach ist tanzen können egal wo ich gerade bin und nie werde ich Leute in Schubladen stecken nur um für mich selbst etwas zu rechtfertigen. Ich werde immer auf meine Art dieses Leben lieben. Und mein Innerstes wird sich nie biegen lassen nur um irgendeiner Vorstellung gerecht zu werden.
Und darum bin ich bereit für diese Reise, bereit für großartige Momente, bereit für die Katastrophen. Ich muss nicht wissen was sein wird, mir reicht es zu wissen dass ich selbst meine Zukunft bin und zwar barfuss auf heißem Asphalt bei Regen, tanzend…
Heimgekommen. Salzburg begrüßt mich seit meiner Ankunft jeden Tag aufs Neue mit einer alles erwärmenden Herbstsonne. Es ist ruhig geworden, wie ich mich auf diese Stille gefreut habe.
Es bleibt nur die Frage wie man eine Stadt so lieben kann und ihr trotzdem und jederzeit den Rücken kehren würde.
Alles erscheint Schwerelos, wunderbare Momente des zufrieden Seins mit der Erkenntnis dass sich ein tief sitzender Seelenknoten gelöst hat. Wann es genau geschah? Ich weiß es nicht. Wenn Bann und Zauber brechen tun sie das leise.
Es bleibt nur die Frage warum es mir manchmal fehlt so einen Seelenknoten in mir zu tragen. Kann ich bitte einen Neuen haben?
Der Junge mit den dunklen funkelnden Augen und dem großen Herz ist wieder da, seine Rückkehr so scheint es dauerte länger als seine Reise, nun hat er alle Masken abgelegt. Ich bewundere Männer die Schwäche zeigen können, weil sie doch die wahren Krieger sind. Eine Freundschaft die für mich nie dazu bestimmt war etwas anderes zu werden. Weil ein hätte, könnte, sollte, wollte manchmal nicht ausreicht.
Es bleibt nur die Frage warum man sich auf seltsame Art und Weise betrogen fühlt, wenn man das nicht mehr haben kann, was man nie wollte.
Ich bin glücklich, weil ich alles habe was ich mir gewünscht hatte.
und doch sollte man seine Wünsche mit Bedacht wählen, denn sie könnten eines Tages in Erfüllung gehen.
Beinahe ein halbes Jahr ist vergangen als ich den Entschluss fasste zu gehen. Ich sagte damals nicht Auf Wiedersehen, weil ein Auf Wiedersehen für uns schon längst keine Bedeutung mehr hatte, da es doch ständiger Bestandteil unserer Ära war. Nach zwei Jahren “Hide and Seek” hatte ich endlich keine Lust mehr. Verbittert und enttäuscht weil ich ihn so unterschätzt hatte. Unterschätzt, seine Angst, diese unglaubliche Angst vor so Vielem. Ich ließ ihn an meine Seite weil ich dachte er würde stark genug sein. Weil ich dachte er wäre genauso hungrig. Es ist nicht seine Schuld, eine Erkenntnis auf die ich lange warten musste.
Beinahe ein halbes Jahr ist nun vergangen bis Lady Zufall uns wieder begegnen ließ. Ein Teil von mir wird ihn immer lieben, weil wir doch ein Stück unserer Seele teilen. Weil die zwei Jahre trotz allem einzigartig waren. Weil es Momente gab in denen wir uns näher fühlten als wir es jemals für möglich gehalten hätten. Weil wir für eine Zeit lang unschlagbar waren.
Beinahe ein halbes Jahr ist vergangen. Ich sehe ihm in die Augen, erkenne die Angst und die Unsicherheit, die sich hinter seinem strahlendem Gesicht verbergen. Er spricht von den zwei Welten, von seiner und von meiner. Ich kenne diesen Satz nur zu gut, er ist sein grün blinkendes Exit Schild, das er sich sofort vor Augen halten kann, wenn er verunsichert ist. Es gibt keine zwei Welten, nur die Eine, doch ich wollte ihm diese Illusion nie nehmen, da sie mühsam erschaffen wurde um die Ängste erträglicher zu machen, wie sonst könnte er sie rechtfertigen? Manche Menschen verdienen einfach mehr als die Wahrheit. Darum sage ich nichts, unterbreche ihn nicht, seinen Monolog dem keine Frage voran ging. Nur im Stillen frage ich mich warum er sie immer noch in sich trägt, die Angst vor der Liebe zu mir.
…und so unterschätzt Frau S. wie schon so oft einen gekränkten Männerstolz. Aber diese Kindergartenspiele spiel ich schon lange nicht mehr mit.
Was hilft? Durchatmen, lächeln und wissen, dass man zu Recht die Notbremse gezogen hat. Mein Dank gilt besonders Herrn Frau Bauchgefühl, die anscheinend immer nur mein Bestes will.
Und jetzt kann auch der Sommer kommen, mit wunderbaren Konzerten, einer aufregenden Reise, viel Arbeit und vor allem: mit meinen Mädls
Gedankenblitze, Seifenblasenwasser das die Strasse runter rinnt. Gelbe, nein orange Blüten die vom Himmel regnen.
und ich kann es mir nicht erklären
wieso bei Zeiten dieser Sturm aufzieht und ich sie beruhigen muss weil sie so schreit
und ich kann es mir nicht erklären
sie müsste glücklich sein, ich geb ihr alles was sie braucht
und ich kann es ihr nicht erklären
vielleicht macht sie mich deswegen so wütend
Oder:”Wenn man sich mit Popkorn und Cola den Untergang ansieht.”
…und der Rest der Welt steht wie immer still, wenn wir nur wir sind und weil wir Lust dazu haben wieder einmal die Magie zu spüren, einfach so, der Magie Willen. Dass es vorbei ist wissen wir, so oder so. Ebenso wie wir wissen, dass sobald der Vorhang fällt man Hand in Hand auf der Bühne stehen sollte um sich zu verbeugen. Vor uns, vor dem Leben und vor unserer Liebe die wir hatten. Der Abschied schmerzt nicht mehr, weil wir uns kennen, jede Bewegung, Berührung, vertraut zu vertraut, die Gedanken eins. So weiß er dass ich eines Tages nicht mehr wieder kommen werde und ich weiß dass er nie wieder dieser Junge aus der Mensa sein wird.
Da ich Statistiken liebe, erfreue ich mich jeden Tag über meine persönlichen WordPress-Statistiken alá wer kommt auf meinen Blog, wie viele User am Tag (nebenbei, würde mal jeder der auf meinen Blog kommt einen Kommentar hinterlassen wäre das irgendwie sehr fein ) etc. Nebst diesen gibt es noch meine absolute Lieblings Statistik: “Suchbegriffe unter denen dieser Blog gefunden wurde” die mir jedoch auch immer wieder beinhart aufs Neue zeigt, dass sich mindestens die Hälfte all meiner User ganz einfach nur hier her verirrt.
Und da sei die Frage mal einfach so dahingestellt ob Google wirklich so eine intelligente Suchmaschine ist…
Also ich muss schon sehr oft schmunzeln, manchmal finde ich es auch etwas gemein und hin und wieder gar nicht ok, unter welchen eingegebenen Suchbegriffen Google mich einfach so auskotzt.
(Mal ganz abgesehen von den ganzen Fußfetischisten. Jaja, Barfuss halt…hab schon verstanden)
Aber nun eine kleine Auswahl von kuriosen Suchanfragen die dann auf meinen Blog kommen:
- Wird man als Single eigenartig? (Wow, eigenartiger Single, da listen wir doch mal gleich die Frau Barfuss die hat ja echt nicht alle Tassen im Schrank
Quasi ein Paradebeispiel vom eigenartigen Single)
- Der größte Fehler meines Lebens (Also wirklich… das finde ich etwas unfair. Es gibt ja gar keinen Größten, es gibt viele gleichwertig Große
)
- Selbstgespräche in der eigenen Welt (Mh, naja, was soll ich sagen, ertappt…)
- Sex in Salzburg (Also wer bei mir Sex sucht ist leider falsch… den such ich nämlich schon selber ne ganze Weile
)
- Mc Donalds Werbespot (ähhh, Entschuldigung, was bitte? Weiß ich da was nicht? Bin ich bald reich?)
Diese und andere Anfragen bringen mich jeden morgen zum lachen, Kopfschütteln, zweifeln und nachdenken. So hab ich mir schon oft die Frage gestellt, was diese Suchmaschine und der Konzern dahinter, der sich die größte Mühe gibt auch noch so jedes kleine Detail von uns zu enthüllen, für manche Menschen bedeutet. Reine Informationssuche ist das schon lange nicht mehr. Eher eine Orientierungssuche, Ratgeber und Eierlegendewollmilchsau. Hat wer von euch schon mal in Google z.B. “der größte Fehler meines Lebens” eingegeben? Also ich nicht. Wird Google zum Gottersatz? “Der der alles weiß.” “Der die Antwort auf alles kennt.” Und wenn Gott-Google auf mich verweist. Kann ich dann da ein bisschen mitspielen? Wenn ja, dann möchte ich hier gerne mal anmerken:
Schaltet mal die Maschine ab, geht raus ins Leben und macht einfach euren “größten Fehler des Lebens” selber. Holt euch Rat von Freunden, die Herz und Verstand haben, nicht von einer Software die mit Pagerank und Algorithmus arbeitet. Das ist nicht die Realität! Google bedeutet nicht mehr als ne eins mit hundert Nullen dran. – Da frag ich mal höchstens wie das Wetter so wird oder was heut Abend im Kino läuft und ein paar andere Informationen mehr. Aber ganz bestimmt nicht wie ich den größten Fehler meines Lebens wieder gut machen kann, oder wie eigenartig man als Single wird. Leute, die Antwort auf solche Fragen weiß nur das Leben, euer Leben und das besteht hoffentlich noch nicht aus Einsen und Nullen.
…und als ich ihn heute traf, wunderbaren Smalltalk führte, hatte ich auf einmal einen irren Flashback in diese Zeit die ich so gekonnt hinter mir gelassen habe.
Ich erinnerte mich an den Tag im Park mit golfen, schaukeln und auf der Drehscheibe liegen. An die unzähligen Abende mit pokern, Risiko, Spaghetti essen, oder vorm Fernseher chillen. Als wir nicht mehr aufhören konnten über ihn zu lachen, wegen dieser weißen Hose die er anhatte, bis er fast schon sauer war. An all die Herumblödelein und die wunderbaren (un)sinnigen Gespräche. Dass ich ihn stundenlang beobachten konnte, ohne mich auch nur für einen Moment zu langweilen.
Ich erinnerte mich welche Sorgen ich mir machte, als er eines Abends nicht nach Hause kam und wie ich mich für ihn freute, wenn morgens in der Garderobe hin und wieder ein Paar Damenschuhe neben seinen standen.
Ich erinnerte mich daran, dass wir wirklich eine gute Familie waren. Doch selbst in den besten Familien kommen Scheidungen vor. Nicht schlimm. Irgendwie war er immer der “Kleine” in diesem Trio. Doch Rückblickend war er und ist ein toller Mann der seinen Weg ganz wunderbar geht, in stillen Momenten leise… und es ist schön, dass ich damals wie heute grinsen muss wenn ich ihn sehe, egal welche Hose er trägt


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