Archiv der Kategorie '(Selbst)Gespräche'

mein Leben ohne mich

Ein Blick in den Spiegel zeigt mir ein Gesicht,

das mich nur noch entfernt an mich erinnert.

Mit dir ging auch der Glanz aus meinen Augen.

Mit dir ging auch soviel Wärme aus meinem Herz.

Mit dir ging auch ein großer Teil meiner Seele.

Was bleibt mir ohne dich?

Was bleibt mir ohne mich?

Alright

Freie Tage. Frei sein, aus Mitten von Allem was man tut. Mein Leben bewegt sich. -Wie gut. Nicht nur gute Dinge. Ich vermisse dich und versuche damit umzugehen. Es funktioniert. Nur nicht immer. Tränen sind normal, gewollt, schön…
Aber auch gute Dinge, wie an einem Samstag Abend zu dritt. Eine Seelenverwandte und ein Junge nur drei mal getroffen, gemeinsam Abende zelebriert und jetzt schon das Wissen um eine kommende Freundschaft. So wie die Gewissheit das manche Freundschaften wie eine Insel mitten im Meer sind. -Beständig, auch wenn das “Herum” durch das wir uns kennen lernten zu bröckeln beginnt.
-Nicht schlimm, denn das Leben bewegt sich, ständig kommen Kreuzungen und manchmal führen diese wieder auf einen gemeinsame Weg. So wie mit ihm… Kein Gefühl das Einer dem Anderen was Schuldet. Diese Reunion fließt. Kein Gedanken an die Zukunft, da nur das Jetzt zählt. Zusammen und trotzdem jeder für sich. Purer Egoismus. -Guter Egoismus.
Ebenso wie die Suche nach einer geeigneten Wohngemeinschaft. Bitte keine pseudo Kompromisse. Nur ein paar sozial fähige Leute. Bitte keine Spießer die nur in schwarz-weiß denken und handeln.
-Was ist so schwer daran sich einfach hin und wieder dem Rausch des Lebens hingeben und darin abzutauchen, in lila-blassblau?
Frei sein, ich weiß ich muss nichts, aber ich kann.
-Mein Leben bewegt mich, weil ich es bewege.

Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Wenn ich an unsere Zeit zurückdenke, dann denke ich an die Tage am See, an den Abend am Berg, an den Abend als du das erste Mal bei mir warst. An die Nacht in der wir uns getroffen haben, über diese Ampel diskutiert, und damit alles Anfing.

Ich denke an die Tage und Nächte an denen wir gelebt haben.
Zeit in der jeder von uns für den anderen Platz in seiner Welt gemacht hat. Unsere endlosen Gespräche über all die irren Sachen die uns im Kopf herum schwirrten, mit dieser Magie im Raum, mit dieser unbeschreiblichen spürbaren Magie, die uns wie eine Droge nicht mehr los ließ.
Die uns schließlich glauben ließ es wäre besser die Welt hinter dem Fenster draußen zu lassen und uns unsere eigene Welt in diesen vier Wänden genügen wird, für den Rest… um glücklich zu sein. Wir vergaßen beide was jedem einzelnen wirklich wichtig ist, was uns glücklich macht: Der Zufall und der Rausch unbeschreibliche Dinge zu erleben. Irgendwann fiel uns dann die Decke auf den Kopf und jeder flüchtete sich wieder in seine Welt, ohne den anderen dahin mitzunehmen.

Umgeben von all diesen Welten trafen wir uns dann nur noch in einer. In der Welt, die wir beide nicht leiden können. In der “essen, schlafen, ficken” Welt, die wir beide schon vor unserer Zeit hinter uns ließen. Um uns dann schließlich zu begegnen.

Wie stünde es um uns in einer Welt, an der wir am Fluss liegen, auf Berge gehen, von Stiegenhäuser spucken. In der wir einfach mal am Wochenende an den Bahnhof fahren, eine Münze werfen und in irgendeinen Zug einsteigen? In der wir uns endlich wieder gemeinsam verlieren können. In der wir nicht nebeneinander sondern miteinander leben, in der wir den anderen nicht nur in unser Bett sondern auch in unser Leben lassen. Die Welt die wir schon hatten, bevor wir nicht mehr aus diesen vier Wänden raus gingen und uns im Fernsehen jeden Abend unseren Untergang ansahen.

Wie konnten wir nur auf die Idee kommen, dass es gut wäre, zwei rastlose Menschen einzusperren und auch noch zu glauben, dass sie so endlos glücklich werden würden?

Ich glaube keiner von uns will dorthin zurück, jeder hat Angst davor, Panik, Klaustrophobie.
Die Angst davor treibt mich dazu an jeden Tag aufs Neue gegen meine Gefühle an zu kämpfen, jeden Tag in dieses Schlachtfeld zu ziehen und nicht einmal zu wissen, ob ich für oder gegen mein Glück kämpfe. Ich wünsche mir so sehr Rast…

„Hallo mein Name ist S. und ich bin hier um M. löschen zu lassen.“

-Es hat damals wie heute nicht funktioniert…

Rückenwind

Ich war noch nie ein Fan von halben Sachen. Ich war schon immer hungrig, hungrig nach Leben, nach irren Momenten, in denen man sich verlieren kann. Nach Szenen in meinem Leben, die in den besten Filmen nicht vorkommen. Nach dem Zufall, der einen plötzlich packt und mitreißt. Nach unglaublichen Dingen, nach kleinen banalen Sachen, wie ein nettes Lächeln eines unbekannten Mannes, ein gutes Gespräch auf einer Terrasse bei einem Glas Wein, oder ein gemeinsames Schweigen weil der Sinn hinter allem nicht in Worte zu fassen ist.

Süchtig nach diesen Dingen, meiner Droge, um in dieser Welt nicht unter zu gehen.

Raum und Zeit für mich selbst, auch um zu überdenken, nach was es sich lohnt zu streben, und was man lieber lassen soll. Ich bin eine Frau die weiß was sie will, so emotional erkannte ich mit der Zeit meine starke Seite, die mir hilft um manche Dinge zu kämpfen und andere lieber zu lassen, um weiterhin glücklich sein zu können um weiterhin das Schöne und Gute in dieser Welt zu sehen.

Auf dieser Suche kann es schon einmal passieren, dass man springt um zu fallen, mit dem Wissen nicht aufgefangen zu werden. Nur Narren springen dann ein zweites mal. Doch hin und wieder bin ich gerne ein Narr, wenigstens ein Narr der von alleine wieder aufsteht und sich den Staub von Gewand schüttelt. Nun eben auch ein zweites mal…

Mein Prinzip ist eigentlich ganz einfach: ich möchte leben, und das nicht nur halb…, “Drum pack ich meine Sachen und bin raus mein Kind…”

Mein Weg und nach langem hin und her hab ich mich wieder gefunden und bin glücklich damit, weil ich weiß dass sich Schall und Rauch früher oder später so und so ganz auflösen wird.

Auch die Frage die mich jetzt noch beschäftigt, werde ich früher oder später auf meinem Weg verlieren, weil ich nie eine Antwort darauf bekommen werde, weil es vielleicht gar keine Antwort darauf gibt.
Die Frage danach, wer eigentlich verloren hat?

“Du dich? Ich mich? Oder wir uns?”

too easy to see through…

Immer wieder ein großes Thema:”Wie gläsern sind wir eigentlich wirklich?” Ich denke die Wahrheit will man nicht wissen, sonst bricht der ganz große Verfolgungswahn aus. Wer hat welche Daten von uns? Und was machen die mit denen? Klar, jedem ist bewusst, dass es irgendwo “jemanden” gibt, der unsere Vorlieben, Nutzungsverhalten und noch so jeden Kleinkram den wir jeden Tag im Internet und sonst wo von uns geben, speichert. Plattformen alà Studivz und Amazon machen keinen Hel daraus, schließlich haben wir ja auch etwas davon… Klar, und irgendwann denkt man dann selber dass Personenbezogene Werbung etc. gar nicht so schlecht ist. -Die Gehirnwäsche hat an- und die Matrix zugeschlagen. Und so vergisst man darauf, bzw. weiß sogar davon und schert sich einen Dreck. Doch heute bekam ich mal kurz einen kleinen Einblick, in wahrscheinlich süße 0,5% was so alles über Frau S. gespeichert wird, und ich fands gar nicht lustig wieder klar vor Augen zu haben, dass da draußen irgendwer Voyeur im ganz großen Stil spielt. Ich finde es geht niemanden was an, wo ich auf welcher Webseite vor 3 Jahren war und wieso etc etc.

Ich finde es toll jemanden nie ganz enträtseln zu können, denn nur so können mich manche Menschen immer wieder aufs Neue Überraschen. Genau gleich geht es mir mit mir selbst. Ich kann mich manchmal so wunderbar ganz und gar nicht verstehen… vielleicht sollte ich mal bei Hausnummer “google” an die Tür klopfen, die wissen bestimmt wie ich so ticke, die können mir bestimmt so einiges erklären, wovon ich selbst nichts weiß….
-NEIN danke!

Und darum ein ganz gläsernes:”Fu*ck you!! - Ich bin dagegen!”

Da versteh einer mal die Männer…

Heute hatte ich ein Treffen mit einem Paradebeispiel eines Mannes wie ich sie kenne. Ein alter Bekannter, ein lieber Kerl und in Sachen Liebe total verkorkst und deswegen Kopfmensch und Realist ist.

“Darf ich vorstellen, meine zukünftige Exfreundin.” Vor Jahren fand ich diesen Satz etwas grausam, doch er hatte Recht behalten, denn sie war es wirklich, seine zukünftige Exfreundin. Und als wir heute so dasaßen und über unsere zerbrochenen Beziehungen redeten, weihte er mich ein, in die Phasen die Männer von seinem Schlag durchmachen. Männer wie er, die nur glücklich sind, wenn sie unglücklich sind (obwohl er es anders definierte, doch in diesem Satz kam so oft das Wort glücklich- unglücklich vor, dass ich irgendwann nicht mehr folgen konnte):

“Also liebe S. es ist ganz einfach: Phase 1: Man(n) sieht sie, alles ist neu, alles ist interessant, der Kick ist da. Man(n) will sie haben, komme was wolle… und kämpft und jagt und erobert, bis man(n) sie auch bekommen hat. Und dann: ist man unglücklich, und triftet sofort in Phase 2 ab: Denn nun hat man(n) sie ja wirklich. Man hat sie an der Backe kleben und findet das auf einmal nicht mehr so toll und erkennt dass man(n) nicht mehr frei ist. Das man(n) all seine Freiheiten aufgeben muss, und sich auf einmal einbildet sich für alles rechtfertigen zu müssen. Alles wird zum Zwang, man zieht sich zurück und kommt in Phase 3: Man(n) wünscht sich die alte freie Zeit zurück, wo man(n) tun und lassen konnte was man(n) wollte. Die Frau kommt einem plötzlich gar nicht mehr so prickelnd vor, wie zu Beginn und so beginnt man(n) zu sticheln, Fehler zu suchen und ihr keine Liebesbeweise mehr zu geben. Die Frau merkt das, und tut genau das falsche: Sie klebt. Sie klebt an einem. Ständig. Bis man immer öfter streitet und in Phase 4 eintaucht, wo es einfach irgendeinem von den beiden reicht und jemand das Ganze schließlich beendet.”

… ich musste lachen und ihn fragen, ob er etwa bei all meinen letzen Beziehungen dabei war. Aber Frau S. ist ja noch Optimistin und fragt:“Aber was ist dann? Was wäre, wenn du denkst es war ein Fehler, warum möchten manche Männer genau dahin wieder zurück wo sie eigentlich weg wollten?”

Seine Antwort war ganz einfach, fand er jedenfalls:” Aus Gewohnheit. Denn auf einmal hat man ja seine Freiheit wieder und weiß trotzdem blöder Weise nicht wie man sein Wochenende denn verbringen soll. Und außerdem ist da dann wieder der interessante Aspekt dabei, ob man sie denn noch einmal haben könnte, wenn man wollte, und die Phasen gehen von vorne los…”

Gut, mehr wollte ich nicht wissen, außer eins noch:” Du. Ch. sind alle Männer so? Oder gibt sich das irgendwann?” Er überlegte kurz und sagte:“Als ich noch jung war, dachte ich das gibt sich. Doch heute muss ich mir eingestehen, dass es sich nicht gibt. Es ist so, es bleibt so, und ich wünschte es wäre anders. Ich wünschte es gäbe eine Frau, bei der es anders wäre. Und JA, alle Männer sind so. Jedenfalls diejenigen die wie ich immer nur glücklich sind, wenn sie an einer Schneide stehen, an der sie eigentlich unglücklich sind, das Glück zwar nah, sich aber wieder umdrehen und genau deshalb total glücklich in ihrem Unglück sind und umgekehrt.”

So gab und gibt es für mich nichts mehr zu sagen als:”Ich glaube bis heute nicht, dass ALLE Männer so sind. Nur meine.”

Things never change

Wie wahr es wohl ist: “Unser ganzes Leben lang haben wir die selben Probleme. Man wird zwar älter, trotzdem bleiben wir in manchen Dingen immer jung.” Als ich noch zur Schule ging war ich immer die, die sich trotz Wahl nie die “netten” Jungs aussuchte. Ich wählte immer die, die eigentlich gar nicht MICH wollten. Ich glaube das tu ich auch heute noch. Natürlich nicht bewusst. Doch ich sollte damit aufhören und mal die Augen öffnen, für Männer die mich wegen meiner Selbst wollen, nicht wegen ihres Egos.