Archiv der Kategorie 'Wunder des Alltags?!'

Die Welt ist groß und Rettung lauert überall

Angekommen in einem Leben in dem sich Nichts und  Alles verändert hat ist es eigenartig sich früh morgens im Spiegel zu betrachten…

Ich war weg, sah magische Stätte und lernte wunderbare Weggefährten kennen. Alle wie ich auf der Suche nach dem Mehr und mit der Hoffnung nirgendwo anzukommen. Mit dem Zufall zu leben und darin aufzugehen. An meiner Seite ein Mädchen, die Reise ein Cocktail unserer Persönlichkeiten. Weit weg von der Heimatstadt sangen, sahen und liebten wir. Haben uns in engen Gassen verlaufen, auf atemberaubende Plätze niedergelassen und in tiefe Abgründe geblickt. Nur die Frage nach dem WIE wir uns denn kennen gelernt hätten ließ sie manchmal trüb werden, die Seifenblase in der wir uns bewegten. Weil wir wussten, wünschten, wollten, weil es einfach sein sollte. Sie, sie sollte einfach sein, da sein, dort mit uns…..Und doch war Sie es, so sehr dabei, und ließ sie schimmern für uns in allen erdenklichen Farben, Formen, Gerüchen und dem Geschmack nach Leben.

…und dann, mitten in der Reise doch kurz angekommen. In einer Stadt, die einem das letzte bisschen Zweifel nimmt. Angekommen, ausgestiegen und eine unglaubliche Hitze hüllte sich um jeden Quadratzentimeter der Haut drang durch sie hindurch um kurz darauf und für den Rest des Aufenthalts nur noch zu wärmen. Sevilla. Leidenschaftlich, aufregend, magisch und beruhigend zugleich.  Es ist wie mit einem guten Liebhaber. Im Nachhinein kann man sich, wenn überhaupt, vereinzelt an ein paar Details erinnern, aber das Gefühl dass man dabei hatte wird man nie mehr vergessen.

Das Gefühl, dass man  immer ein Paar mehr Träume hat als man verlieren kann im kalten Krieg gegen die Wirklichkeit.

Das Spiel der Mächtigen

Ein Sommer wie immer. 7 Wochen lang Backstage. Brot und Spiele gegen Bares  für das Volk Millionen Touristen aus aller Welt. Salzburg im Ausnahmezustand und ich mitten drin. Eine unglaubliche Hass Liebe. Die Liebe zur Musik, der Geruch der Bühne, alles schon seit Jahrzehnten verankert. Doch diese Liebe rückt immer mehr in den Hintergrund. Vorallem wenn nach einem harten Arbeitstag tausende von Festspielgästen wie Kühe auf der Strasse stehen und keinen Zentimeter zur Seite weichen. Und ich kann sie nicht mehr ertragen, ihr Parfum nicht mehr riechen, ihre Kleider und Smokings nicht mehr sehen und die Art und Weise wie sie die Strassen mit  Arroganz und Oberflächlichkeit verpesten. Was nützt der Zauber der Musik eines Gioacchino Rossini wenn sie doch alle taub sind? Konditioniert auf das Klicken der Kameras der Photographen wandeln sie als herausgeputze Zombies durch die Stadt. Eine Woche noch und das Spiel der Mächtigen wird wie jede andere Inszenierung sein lang ersehntes Ende finden. Dann darf man endlich wieder aufwachen aus diesem Mittsommernachtsalbtraum.
Und wenn dann auch das letzte  in mint oder rosa gehüllte Etwas in die Limousine steigt  und abfährt wird mein Geliebter kommen, alles wegblasen und reinwaschen. Um sie danach im Stillen bunt anzumalen. Dann, wenn die Stadt wieder uns gehört.

Lost in translation


…und hier bin ich wieder. Das Gewand voll Dreck, einen Muskelkater in den Beinen vom 3 Tage durchhüpfen -in Gummistiefel wohlgemerkt, beim schlafen sicher ein paar Spinnen verschluckt, etwas verkühlt, tot müde
und ÜBERGLÜCKLICH! Ich habe mir einen langjährigen Traum erfüllt und selbst der Regen konnte meine Freude nicht im Geringsten trüben. Ein Wochenende voll mit Musik, wunderbaren Freundinnen, schrägen Leuten und so einigen Erkenntnissen. Die Lieblinge gesehen und neue hinzugewonnen. Ich war irre verliebt, drei Tage lang, in diese Welt.Southside 098

Mit Clueso kam dann auch die langersehnte Sonne. Treffend zu einem bestimmten Lied, als wäre es geplant, doch Sarkasmus und Ironie waren immer schon des Zufalls Leidenschaft gewesen.
Ich musste lachen, ich war und werde niemals nur schwarz oder nur weiß sein. Das mag für andere etwas kompliziert sein, ich bin das Mädchen aus der Zwischenwelt, aber entschuldigen werde ich mich dafür nicht.

Let’s go for a ride (2)!

…und manchmal da ist das Leben wie eine weiche Droge.

Leicht, berauschend, tief gehend aufregend und weit blickend. Ein bisschen verboten und voller magischer Momente, ich verlier mich und koste wie eine Süchtige…

Leben, einfach leben ich will es spüren, will in der Freude tauchen, zum Schmerz tanzen und die Liebe schmecken. Es auskosten bis zum letzten Tropfen, denn es ist meines!

Don’t be afraid it’s only me

Stille. Sie tut gut. Zuweilen. Ein langes Warten darauf dass nichts passiert. Und doch regt sich was. Passiert so viel. In mir. Denn sie ist zurück. Lässt mich fühlen, riechen, schmecken. Ich bewundere ihre Stärke und ihre Sicht über die Dinge der Welt. Sie ist ganz vorsichtig und ich muss lachen, weil ich weiß dass Vorsicht normalerweise nicht ihre Art ist. Doch sie kennt mich, und weiß, dass sie mich jetzt nicht überrollen darf und nimmt ganz einfach mit einer Selbstverständlichkeit meine Hand, so als wäre sie nie weg gewesen.  Dann stellt sie mir leise und schwerelos ein paar Fragen. Sie fragt mich wie groß meine Angst noch sei. Die Angst vorm Verlieren. Und ob ich nicht dann und wann wieder ein bisschen mehr lieben möchte. Einfach so,  zum Spass. Wenn ich zweifle, grinst sie mich an und erzählt mir mit leuchtenden Augen, dass man alles darf, auch zweifeln. Nur das Zurückblicken soll man lieber lassen, denn Zurückblicken ist wie Vorschauen ohne Zukunft.

Nun stehen wir hier, es ist kein Anfang und kein Ende. Ich verbeuge mich vor dem Leben, fühle den Hunger. Das Wesen des Lebens liegt in der Veränderung, doch manche Talente vergehen nicht.

Blogparade: Die schönsten Zitate von Bloggern

Konna rief vor einiger Zeit zur Blogparade auf. Ziel war es Zitate von anderen Bloggern zu sammeln. Geschriebenes, das uns besonders berührt, gefällt oder zum lachen bringt. Hier meine Auswahl die sehr sehr schwierig war!!! Wer noch mitmachen will, bis zum 31. Mai wäre noch Zeit.

“Tot? Wer hat dir denn den Blödsinn erzählt? Der Tod ist doch nur ein Witz.” (salzwasser – Begegnung)

„Wir neigen schlicht dazu, uns im Leid genussvoll zu ertränken und Glück selten als solches anzuerkennen. Ob wir in ein tiefes Loch fallen oder nur schlicht auf dem Pflaster aufschlagen und uns dadurch den Arm brechen; wir beklagen den Bruch, ohne zu bedenken, dass dieser uns auch am Halse hätten treffen können.“ (Geheimrat – Es ist Zeit für die Künste des Lebens)

„Es könnte ja auch ein Traum sein, aus dem man nicht aufwachen möchte. Innehalten in der Starre, um nicht irgendwann sagen zu müssen: „Die Gegenwart ist auch nicht mehr das, was sie einmal war.“ (Lexxa – RockShox)

„Da steht er nun auf der Bühne, die Scheinwerfer auf ihn gerichtet und lächelt sein Gewinnerlächeln. Es ist alles nur ein Spiel, ein einziges großes Spiel, und ich die kleine rote Spielfigur, kurz vor dem Fall…“ (Bekenntnisse einer Suchenden – Gewinner)

…und zum Schluss und ich hoffe Konna verzeiht und disqualifiziert mich nicht deswegen noch ein kleines Zitat aus dem real life:

„Die Gefahr bei einem zu schnellen upgrade ist halt, wenn Leben 2.0 noch nicht so gut entwickelt ist und noch bugs enthält. Wer will schon public beta sein?“ (ein lieber bekannter Nerd)

views of life

Geplant war der Besuch eines Festes in dem besagten Steingewölbe, das schon neben schlicht guten, ein-zwei wirklich magische Nächte für mich bereithielt.
Kurz davor entscheidet man sich spontan dann doch dem Alkohol und all den anderen Lastern zu entsagen und findet sich im Theater wieder. Hört Mozart und versinkt darin.
Ich halte die Luft an, lächel, schaue an die Decke des Saales und überlege mir ob die Magie der Nächte vielleicht doch einfach nur an großartigen Entscheidungen liegt.

CUT

Ich verlier mich in ihren Worten, ein Abend voller Poesie. Leute die die Bühne betreten und ihr Wort-Werk vorstellen. Zum lachen, nachdenken und … Memo hierbei an mich: nicht immer sofort los heulen. Manch Gesagtes schwebt mir heute noch im Kopf herum. „Was fehlt zum glücklich sein?“
Diesen Gedanken hatte ich schon des öfteren. Sei es damals noch wegen anderen, die es nie konnten für einen Moment still zu stehen und glücklich zu sein, oder heute wenn mir hin und wieder mein leerer Blick begegnet. Weil mir ihr Tod immer noch wie eine einzig große Welle, binnen Sekunden, den Boden unter den Füßen wegreißen kann und ich jedes mal aufs Neue Acht geben muss um nicht in diesem salzigen Wasser zu ertrinken.

„Denn zum glücklich sein  fehlt dir der Wille.“

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In der Pause regnet es wieder Blüten. Doch dieses mal sind sie weiß. Ich halte meine Hand auf und lasse eine davon in sie hineingleiten. Sie fühlt sich an wie hauch dünnes Papier. Ich muss lächeln, es hat schon alles seine Richtigkeit.

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Ich umarme und küsse sie, halte sie ganz fest. Weil sie die wunderbarste Mutter für mich ist. Weil meine Kindheit ein ganz realer Seifenblasen Traum war. Weil sie mir in meiner Jugend nie Mauern vor meinem Leichtsinn hochgezogen hat und mir ohne Verbote einfach immer nur erklärte wie sie die Dinge sieht. Weil es Grenzen mit grenzenloser Liebe gab und ich sie so sehr bewundere wie man genau diesen Punkt treffen kann. Weil sie mich schon so oft vorm ertrinken gerettet hat und dabei nie müde geworden ist. Weil sie  für mich heute noch wie eine Superheldin ist.

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Die Nacht sowie die Gedanken klar. Luft und Atem sind warm. „Was fehlt zum glücklichsein?“
…und wieder muss ich lächeln.

Wenn wir Geschichten an unseren Fingern tragen

Unsere Nachbarin läutet und steht wie aufgelöst vor unserer Tür. Sie hat einen Ring in unserm Garten entdeckt, nicht irgendeinen, nein, es ist der Ring ihres Sohnes, er hat ihn vor einiger Zeit für seine Freundin gekauft und ihn ihr geschenkt. Eines Wintertages kam es zu einem Streit und was macht das Mädchen? – Ganz Frauen-theatral-typisch warf sie ihn draußen irgendwo in den Schnee, der ihn dann unauffindbar verschluckte. Irgendwie muss das Ding dann in die Schneefräse gelangt sein, welche ihn von der Strasse über den Zaun in unseren Garten katapultierte und genau da wo er heute lag mähte mein Vater vor ein paar Tagen noch den Rasen. Ein Überlebenskünstler aus Gold der wieder gefunden werden wollte, würde ich meinen.

Und das ist es was ich an Ringe so liebe: Sie tragen Geschichten. Ich habe insgesamt Drei davon. Keinen selbst gekauft, alle sind geerbt. Jeder einzelne bedeutet mir so viel, jeder ist besonders. Von Zwei der Drei kenne ich die Geschichten, natürlich wäre mir lieber ich hätte sie gar nicht und würde sie noch an den Händen von den Menschen sehen die ich so sehr liebe. Doch sie erinnern mich jedes Mal aufs Neue an  wunderbare Momente und es ist mir eine Ehre diese Geschichten weiter schreiben zu dürfen.

Einer der Drei fasziniert mich auf eine andere Art ganz besonders. Meine Oma hat ihn vor sehr langer Zeit auf der Strasse gefunden. Er ist klein und hauchzart, weißgold mit einem Diamantensplitter. Er sieht aus wie ein Verlobungsring. Wie gern wüsste ich seine Geschichte! Ist es ein Verlobungsring? Und wenn ja, wer hat ihn weggeworfen? Und wieso? War es so wie bei der Freundin vom Nachbarssohn einfach nur ein theatralischer Akt, den die Frau dann bereute? Oder wurde er mit Bedacht weggeworfen? – Vielleicht sogar von dem Mann, der ihn verschenken wollte? Aber wieso? Wurde er zurückgewiesen? Oder starb sie, bevor er ihr seine Liebe gestehen konnte? Wie kam der Ring auf die Strasse? 1000 Fragen.

Und alles was ich weiß ist, dass er seit einiger Zeit bei mir ist und ich werde mir Mühe geben eine großartige Geschichte für ihn zu schreiben die, sollte ich ihn einmal verlieren, auf geheime Art und Weise für immer fortbesteht.

PS 52: Leidenschaft/Woche 16

Uh, kurz vor knapp und noch dazu ein sehr schweres  Thema, weil Frau S.  so viele Leidenschaften hat.

Sei es ein Spaziergang mit einer guten Freundin durch die Stadt, dabei verwinkelte Wege zu entdecken, ein gutes Bier auf der Terrasse zu trinken und einfach über den (Un)sinn des Lebens zu lachen.
Oder auf das Rad zu steigen und sich in wunderbare Momente und Landschaften zu verlieren.
Diese Wochenende war mir beides vergönnt und noch so viel mehr….

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„Die Freude am Leben und seine Schönheit resultiert aus der Tatsache,

daß es einen immer wieder überrascht.“

(Frank Herbert)

Welten, ich springe gerne

…und dann sieht er mich mit seinen großen blauen Augen an. In ihnen spiegeln sich Aufregung, Freude, Faszination. Mit einem alles überstrahlenden Lächeln läd er mich ein in seine Welt zu kommen, sie durch seine Augen zu sehen…

Alles ist bunt, bewegt sich, riecht.. schmeckt nach Leben. Die Sonne kitzelt auf der Haut, die Hängematte hin und her wippend, über uns ein Baum, jedes einzelne Blatt tanzt für uns. Im Hintergrund sanfte Töne, eine Sinfonie aus Wind, Wasser und Vogelstimmen.

… ich tauche auf, hole Luft, muss grinsen, bin glücklich, dankbar.

„Mir wird nie irgendetwas einfach nur „egal“ sein und auch muss ich nicht schreien um gehört zu werden.“

Danke kleiner wunderbarer Lukas für den gemeinsamen Ausflug in die Schwerelosigkeit.

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