Archiv der Kategorie 'Wunder des Alltags?!'

1. Akt - wärmende Kälte

Er ist schon komisch dieser zurückgekehrte Winter. Sobald man das Haus verlässt kriecht einem die Kälte unter die Haut.
Damals vor drei Jahren ebenso bei den Festspielen beschäftigt, ebenso ein winterlicher Sommer lernte ich Herrn B. kennen. (Damals, als die Welt noch in Ordnung war, kommt mir immer in den Sinn.)
Gestern ebenso frierend mit Kollegen noch ein After-work-chillout-Bier getrunken, um wieder runter zukommen vom lieben “Don Giovanni” der eine geniale, zauberhafte Neuinszenierung darstellt, doch wie alle guten Stücke mit Adrenalin und K(r)ämpfen hinter der Bühne verbunden ist.

So trifft man sich wieder nach drei Jahren, immer noch oder jedenfalls wieder frierend und eingepackt mit Schal und Kaputzenpulli. Wir müssen lachen.
-Leider diesmal andere Spielstätten. Doch alles hat seine Vorteile, denn Herr B. arbeitet bei “Luci mie traditrici” der Ort ein anderer, eine Kirche und es soll unglaublich sein, was man auf dem Dachboden und in den Winkeln einer Kirche alles entdecken kann, wenn man sie denn auch erkunden darf aber gebrannt markt mit dem Ausweis den wir beide tragen ist immer alles möglich, auch bis nach ganz oben auf den Kirchturm zu steigen. So beschließen wir spontan nach drei Jahren mal wieder für ein paar Stunden gemeinsam zu frieren.

Auf einem Kirchturm.

Cliff diving

Hunderte von kleinen Booten. Egal ob Schlauch, Ruder, Segel oder Motor versammeln sich um denjenigen zu huldigen, die aus 27 m von einer Klippe springen. Wow 27 Meter, beim ersten Sprung wird einem schon ganz schwindelig, nur vom zusehen. Die Körperbeherrschung der Springer ist unglaublich. Die Sprünge faszinierend. Als wäre alles nichts, zuerst ein Handstand um sich dann mit einer Leichtigkeit mit Salti und/oder Schrauben drehend in die Tiefe zu stürzen. Die Menge jubelt, die Kulisse atemberaubend schön. An meiner Seite die Frau, der ich mich auf eine unglaublich zarte und feine Art öffnen kann.

Und als die Sonne unterging und der Sturm aufzog wusste ich wieder wie sehr ich das alles liebe. Und beim nächsten Sommerregen wird dann wieder die Zunge rausgestreckt, weil man, um zu fühlen, die Zunge rausstrecken muss.

new station

Da steh ich vor ihr, sie ist völlig zerstört und doch wunderschön. Ich verlier mich, träume und bin trotzdem wach. Wahrscheinlich wäre dieses Gebäude nicht so schön, wäre es makellos, vom Krieg nicht in Mitleidenschaft gezogen. Strahlt eine wunderbare Stärke aus. -Ein unglaublich magischer Moment.

Nach einer Weile gehe ich rein, zünde eine Kerze an, für meine zwei Lieben. Es geht mir gut. Danach erfüll ich mir einen klitze kleinen Traum: Die erste Currywurst in meinem Leben und die sollte immer in Berlin sein. Und durch diesen Moment durch Zufall nochmal besser… besser als es sich vorher vorzustellen.

Berlin pulsiert. Unglaublich. Alles Kunst, alles Freiheit.

Danke.

neu eingetroffen

Wieso kauft man plötzlich wie irre Dvds? Egal, ich hab sie jetzt:

Amélie (was für eine Welt)

Liebe mich wenn du dich traust (weil ich vor langer Zeit auch einmal dazu bereit gewesen wäre mich mit jemanden einbetonieren zu lassen)

Shoppen (wenn alle speed-datings so genial wären, möchte ich auf jedem dabei sein)

Adams Äpfel (weil wir alle ein bisschen Adam sind)

Before Sunrise (Vielleicht auch ein Grund wieso ich im September meine erste Reise allein im Zug antreten werde)

Before Sunset (wegen Paris, der Liebe und dem Zufall)

Babel (wenn Tragik spürbar wird)

Mathilde (weil ich auch diesen Tick haben etwas zu zählen oder mit dem Zufall zu spielen, um zu wissen was passieren wird)

Gut zu wissen

Erkenntnisse dieses Wochenendes:

Im Leben und bei Vodka kommt es immer auf die richtige Mischung an.

Grillt man auf einer Dachterrasse sind Nachts die Sterne irgendwie ein bisschen näher.

Es gibt sie doch noch. Diese Männer, die unerwartet aus dem Nichts auftauchen und alles um einen herum verzaubern.

Bei Gewitter ist es immer noch am schönsten draußen zu stehen und die Zunge raus zu strecken.

Perfekte Abende zeichnen sich dadurch aus, dass man sich nichts anderes wünscht als in dem Moment genau da zu sein, wo man gerade ist.

Andere Pullis wärmen immer etwas mehr als der Eigene.

Manche Gelegenheiten sollte man sofort wahrnehmen, sie könnten so schnell nicht wieder kommen.

ten days

10 Tage. Wow. Heute der Letzte. 10 Tage voller Fußball, Fortgehen, Vertrautheit, Spaß, die Mädls…
Was habe ich in diesen 10 Tagen gelacht…was habe ich geweint. Eine unglaublich schöne Zeit und wer hätte gedacht, dass jeder einzelne dieser Tage mich einen Schritt näher zu mir brachten und mit der Nacht auf Dienstag war es dann soweit: Ich bin keinen Zentimeter mehr weg von mir.
Nach so langer Zeit wieder zu spüren wer man ist, fühlt sich unglaublich an. Sehr heftig, weil man erkennt was man von sich selbst alles aufgegeben hat, aber unglaublich.

So erkennt man wieder dass das Leben ein einziger Weg ist an dem man sein Glücklichsein nie unter ein Anderes stellen darf.
Ich bin bei mir, und bei mir glücklich. Kein Zorn, keine Angst nicht ein letztes Bisschen Unsicherheit.
Ich wollte Gewissheit. Nun hab ich sie. Und diese Gewissheit macht mich glücklich. Manche Dinge muss man durchziehen, auch wenn man die ganze Zeit über um Luft ringt, gibt es nichts Schöneres als dann tief durchzuatmen.

Ich freue mich auf einen Sommer mit mir und bei mir. Und wünsche all den Lieben Leuten die ich verlasse ein Leben voller Wunder, voller Magie, voller Liebe.

“Und wenn du dann mal oben stehst auf diesem Berg und es schreist. Dann denk kurz an mich, denn ich glaub an dich. Ich weiß wer du bist und hier gibt es kein ‘trotz allem’ oder sonstiges. Ich möchte dass du weißt dass ich immer noch der Meinung bin, nicht hin hören zu müssen wenn andere etwas sagen, wovon sie keine Ahnung haben. Du wirst es können, nicht für mich, aber das tut in diesem Leben nichts zur Sache. Und ich weiß das.”

Freitag der 13.

Wenn man sich in pink gekleidet auf einer Party zwischen 80 anderen pinken Leuten wieder findet, und diese Farbe trotzdem oder gerade deswegen zur “Unfarbe” des Tages gekürt wird. Dort einen alten Freund durch Zufall wiederfindet, trinkt, lacht, sich umarmt….

Wenn “Stimmen im Wind” von Juliane Werding weinend vor lachen mit der Liebsten zur Hymmne des Tages wird. - Weil alte Schlager einfach in manchen Phasen gut zu hören sind…
Wenn man sich an alte Zeiten erinnert und weiß wann und mit wem man mit Abstand die Schönsten hatte…

Wenn man plötzlich eine Anruf bekommt, dass man die Stadt, die man schon immer sehen und erleben wollte, früher, da beruflich, zu Gesicht bekommen wird….

Wenn man erkennt, wie jung man noch ist, und sein ganzes Leben noch vor sich hat. Die Augen schließt und sich so unglaublich gut fühlt. So voller Kraft, so voller Lebensfreude, so stark…

…dann weiß man, dass Freitag der 13. ein Glückstag ist.
…dann weiß man, dass es vorbei ist.
…man muss nicht damit leben.
Da das Schöne in meinem Leben daraus besteht eben gar nichts zu müssen, weil sich mein Innerstes nie biegen lassen wird.

- und damit konnte ich schon immer gut leben.

games

Sie haben begonnen und das Fieber packt einen. So sitzt auch Frau S. jeden Abend nach getaner Arbeit (wobei man hier jetzt doch nicht von Arbeit sprechen kann, da viele Journalisten doch Standpunkte für Pressezentren bevorzugen an denen man hin und wieder eventuell einen Spieler zu Gesicht bekommen könnte) vor dem Fernseher und fiebert mit. Fußball, der einzige Moment an dem Männer mal so richtig Emotionen zeigen (können?). Wie schön!!!
Auf wen Frau setzt? Naja, mögen doch die Besten gewinnen…
was hier jedoch nicht immer der Fall ist, blickt man auf Österreich/Kroatien zurück. Und obwohl ich kein großer Fan unserer Mannschaft bin, hätten die Lieben doch wenigstens einen Ausgleich verdient gehabt. Da ist es doch gleich viel schöner die Niederlande zu sehen, welche Italien (zu Recht) in Grund und Boden spielten.

Nun ja, ich steh auf Fußball zu EM und WM Zeiten. Warum? Emotionen, Kulturen,…

…und natürlich wegen schön verschwitzen Männern, die hin und wieder ganz unglaublich gut aussehen. Cristiano Ronaldo, Ballack und Co sind ja irgendwie ganz süß…
 Doch ich für meinen Teil hatte immer schon eher einen Faible für Männer.

Und dies ist unter anderem ein Grund, wieso ich mich heute sehr auf Griechenland - Schweden freue:

 

 

und es bleibt nichts mehr als diesen großartigen Werbespot zu zitieren:

“Lasst sie spielen!” :D

music please

“Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.”  da hat Herr Nietzsche mit seinen Worten wie so oft Recht behalten.
-Darum gehts für Frau S. im Juni zum Southside Festival. -Endlich, mein erstes Musik-Festival, und das so richtig, mit Zelten, guter Musik und bis dato, zwei lieben Leuten.

Ich freu mich drauf!

…als wäre es gestern gewesen.

Als ich gestern kurz in meinem alten Blog stöberte sah ich, dass ich genau seit einem Jahr blogge. Was hat sich getan?!:

Ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt und mit ihnen, anderen und mir selbst, magische Momente erlebt und Träume verwirklicht. Ich habe gelacht, geweint, getanzt,….
verziehen, gehasst, geliebt…
Ich war am Meer, in der Wüste und weit weg…
ich hab gestaunt, gesungen, getrauert, gespielt
und auch hab ich die Kurve gekratzt.

Manchmal ohnmächtig, dann wieder voll im Leben.
Ich hörte irre Beats, und genoss die Stille.

Ein Jahr ist vergangen, seit ich meine Gedanken anstatt auf Papier im Web niederschreibe, wieso weiß ich selbst nicht,
ich bin Exhibitionist,
ich entblöße gerne meine Gedanken, auch wenn im Moment die Zeit und manchmal die Motivation dazu fehlt.

Zeit ist vergangen und alles in Allem bin ich noch ein Stückchen mehr ICH geworden.
Ein bisschen ehrgeiziger, ein bisschen gelassener….
und vieles sehe ich mit anderen Augen.
Nicht alles was ich tat war gut, doch hatte alles Sinn.

Happy Birthday. Ich hab gelebt,

… und das so richtig.

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