Es war irre!
Durch Stromschnellen zu wandern und aufzupassen, dass einem nicht der Boden unter den Füßen weggerissen wird.
Sich ins eiskalte Wasser zu legen und darauf zu warten dass einem die Kälte zwischen Neopren und Haut kriecht, völlig umschließt, um später aber dann zu wärmen.
Sich in tiefe Schluchten abzuseilen (schreien war erlaubt
) und zu hoffen, dass der da oben das Seil auch im Griff hat.
Auf Felsen zu klettern, durch Wasserfälle zu tauchen, immer mit dem Risiko doch abzurutschen.
Sich mit dem Strom treiben zu lassen, loszulassen…
- und schließlich zu springen (Leute denkt daran, was ich vorher gesagt habe, es schaut alles schlimmer aus als es ist, nicht lange nachdenken, wer lange nachdenkt wird nervös und macht Fehler. Aber ihr werdet euch gut fühlen, wenn ihr springt) gut es sah wirklich schlimm aus und es kam kurz der Gedanke hoch, dass wenn ich nicht weit genug weg springe, ich wahrscheinlich auf den Felsen knall der unter diesem Felsen liegt. Doch dann einfach springen – und er hatte recht. Es war gut, ein irre Gefühl. Kurz etwas abartig, aber sobald man unten wieder auftaucht, nach oben sieht, muss man unwillkürlich lächeln.
Neben all dem Abenteuer war dies auch mein ganz persönliches Training sich wieder auf gewisse Dinge einzulassen. In diesem Fall mit dem unberechenbarsten und gleichzeitig atemberaubendsten Partner den es gibt: die Natur.
Mit all diesen wunderbaren Eindrücken noch im Kopf heimgefahren und zu der Erkenntnis gekommen: Wer aufhört auf sich selbst zu wetten, wer aufhört zu springen, der wird zwar nie mehr verlieren, aber eben auch nichts gewinnen können.
So bin ich froh, schon immer eine Spielerin gewesen zu sein.

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