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…und wo ist sie jetzt diese Finanzkrise?  -Denkt man und fühlt sich langsam aber sicher nicht mehr bedroht. Bis wir gestern alle unser Meeting hatten und man uns klar und deutlich erklärte, dass man 1,5 Millionen Euro hineingesteckt hat aber jetzt einfach keine Aufträge bekommt. Warum heißen solche Meetings eigentlich nie offiziell “Kick-off-Meetings” ? Jedenfalls war es ein kick-off – und zwar für uns alle. Nun gut, die Kompetenz der Geschäftsführer war schon immer zu bezweifeln, aber das sei hier nur am Rande erwähnt. Mir tuts sehr leid, dass ich nun ein paar liebgewordenen Menschen nicht mehr 4 mal die Woche sehe. Es war zweifelsohne eine sehr geniale Zeit. In der Firma sowie bei privaten Treffen. Privat wirds trotzdem weitergehen nur wird mir die Regelmäßigkeit mit ihnen zu lachen so sehr fehlen. Und obwohl bis zum bitteren Ende nur vier Leute (wieso ist eigentlich immer alles vier kommt mir wieder mal in den Sinn) durchgehalten haben: Wir waren ALLE Helden ;-) . Großartige sogar. Jawohl!

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und neben dem Trennungsschmerz rufe ich hiermit offiziell meine ganz persönliche Finanzkrise aus :!:

Oder: “Open your eyes.”

Und es ist vorbei. Wiedermal. Diesmal virtuell. Nur die Tränen, die sind real. Ich weiß nicht welches Ende intensiver war. Das Ende als wir erwachten und realisierten, dass wir nicht funktionieren, oder das Ende an dem wir merkten seelisch immer noch so sehr gebunden und verwoben zu sein, dass wir nun endgültig alles kappen müssen was in unserer Möglichkeit steht. -Der Hoffnung wegen, dass die Kraft der Magneten endlich nachlässt.

…und zur Zeitumstellung, die ja wie ausgemacht meine ist:

Heute Nacht. Von drei auf zwei Uhr zurückstellen. Eine Stunde in der die Zeit still steht. Würden wir uns genau nur in dieser einen Stunde sehen, wäre es dann als würden wir uns gar nicht sehen? Wir hätten eine Stunde die wir in unserem Deal nicht berücksichtigt haben. Eine Lücke in unserem eigenen System…

Und in Wahrheit ist es dann doch einfach nur die Augen zu öffnen und zu sagen: Wir haben eine Stunde länger Zeit um es endlich zu schaffen. Um weiter gegen uns anzukämpfen. Um uns endlich loszulassen.

Du für dich. Ich für mich.

Ein schmaler Gang hinter der Bühne. Beide im Stress, ein fremder Junge, er muss in meine und ich muss in seine Richtung. An der Kreuzung rief er “stop”. Ich blieb verwundert stehen. Er sah mir in die Augen, lächelte mich an und sagte “Wow, wirklich wunderschön. – Danke.” und ging weiter.

Irgendwie wäre dieser Spruch zu einem anderen Zeitpunkt, an einem anderen Ort und nicht von diesem Jungen im schwarzen Kapuzenpulli und den grünen Augen, plump gewesen.
-Doch man läuft so selten aufeinander zu, um dann kurz einzuhalten.

So wie man einhält, wenn man Nachts am Fluss sitzt, eine gute Zigarette raucht und in die Sterne schaut. Alles um einen herum wird still. Man findet die Wärme die man im Moment braucht. Taucht ein, vergisst, erinnert sich…

…und lässt sich zum ersten Mal seit langem, wenn auch nur für einen Moment, völlig auf das Leben ein.

Gedicht der Woche, gewidmet der liebevollsten Oma, einer starken Frau mit dem wunderschönen Namen Ursula Andres. In meinem Herzen wirst du ewig leben!

Hab nie Angst vor dem Ende,
wenn etwas Schönes anfängt.

Kein Preis ist zu hoch
für erlebtes Glück,
keine Trauer zu tief,
keine Enttäuschung zu schwer.

Leben heißt bereit sein,
irgendwann zu sterben.
Lieben heißt bereit sein,
irgendwann Abschied zu nehmen.

(Hans Kruppa)

Dich so zu sehen wollte ich nie wahrhaben. Ich hab mich so lange darauf vorbereitet. Gemeinsam mit dir. Ich wollte jede Veränderung in mich aufsaugen um am Ende nicht das zu fühlen was ich jetzt fühle. Man verdrängt, man hofft, mit jedem Tag an dem es dir wieder gut ging hatte ich trotz aller Prognosen wieder ein gutes Gefühl. Denn am Ende wird doch alles gut, oder?

So ohnmächtig, machtlos denke ich an unsere Zeit. Es wäre egoistisch dich nicht gehen lassen zu wollen. Gehn in ein besseres Leben. Ein Leben in dem wir ewig gemeinsam durch unseren Garten gehen können ein Leben in dem wir jeden Tag Weihnachten feiern können…

Ein Leben in dem am Ende alles gut wird.