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(Traum)welten

So irr und wirr mein Bewusstsein oft ist, bin ich froh darüber dass mir mein Unterbewusstsein noch so richtig die Meinung sagen kann. Meine Träume haben es in sich, gewisse Dinge erscheinen realer als im Leben selbst. Sie heben das hervor was ich im Alltag nicht sehen kann oder nicht sehen will. Man muss nur auf die Zeichen Achten um das Rätsel zu lösen. Ich mochte das schon immer auch in der Realität, es ist aufregend.

Doch was ist wenn des Rätsels Lösung ich Selbst bin?

Es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn das unterbewusste ICH so deutlich sehen kann, so anders ist.
Wenn kleine von mir dann und wann akzeptierte Schwächen gar nicht so klein sind.
Ein Spiel der Identitäten und doch weiß ich dass ICH heute Nacht nicht spielen wollte, sondern mir etwas zeigen.

„Ich seh’ ich seh’ was du nicht siehst, und das bist du.“

Liebe ist ein Fetisch,
man kann sie nicht finden,
nur in sich erkennen
und dann
ausleben.

Lost in translation


…und hier bin ich wieder. Das Gewand voll Dreck, einen Muskelkater in den Beinen vom 3 Tage durchhüpfen -in Gummistiefel wohlgemerkt, beim schlafen sicher ein paar Spinnen verschluckt, etwas verkühlt, tot müde
und ÜBERGLÜCKLICH! Ich habe mir einen langjährigen Traum erfüllt und selbst der Regen konnte meine Freude nicht im Geringsten trüben. Ein Wochenende voll mit Musik, wunderbaren Freundinnen, schrägen Leuten und so einigen Erkenntnissen. Die Lieblinge gesehen und neue hinzugewonnen. Ich war irre verliebt, drei Tage lang, in diese Welt.Southside 098

Mit Clueso kam dann auch die langersehnte Sonne. Treffend zu einem bestimmten Lied, als wäre es geplant, doch Sarkasmus und Ironie waren immer schon des Zufalls Leidenschaft gewesen.
Ich musste lachen, ich war und werde niemals nur schwarz oder nur weiß sein. Das mag für andere etwas kompliziert sein, ich bin das Mädchen aus der Zwischenwelt, aber entschuldigen werde ich mich dafür nicht.

choices

Frage des Tages:“Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?“

Manchmal macht man Sachen, obwohl man weiß, dass sie jemand anderen weh tun werden. Denn neben all dem „könnte-wollte-sollte“ ist da noch mein rießen Ego, meine dunkle Seite. Ich bin bei weitem nicht so sattelfest wie ich immer rüber komme. Erst vor kurzem hat mir eine Freundin gesagt, wie sehr sie meine Stärke bewundere. Doch in Wirklichkeit habe auch ich Angst, Angst vor so vielen Dingen, habe meine Mauer hochgezogen und verstecke mich dahinter. Manchmal denke ich mir sie ist weg, doch sie ist einfach nur aus Glas, das tückische daran, man rennt so leicht dagegen.

Ich hatte vor einem knappen Jahr meinen Optimismus über Bord geworfen, weil mich das Leben so sehr enttäuscht hat fing ich an es zu hassen, es war so leicht. Das Leben zu lieben war viel schwerer. Doch selbst der Tod meiner Liebsten ist keine Entschuldigung dafür. Ich habe es mir immer so leicht gemacht, zu denken ich könnte nun berechtigt auf das Leben pfeifen, weil sie nicht mehr da ist. Es gab sogar Momente, da hasste ich sie, weil sie mich allein gelassen hat. Als hätte sie es sich aussuchen können. Als hätte sie eine Wahl gehabt…

Und in Wahrheit habe ich die Wahl. Jeden Tag. Die Wahl etwas mutiger zu sein, weiter zu gehen, hier und jetzt zu leben. Die Wahl alle Masken fallen zu lassen und einfach nur zu sein ohne zu vergehn.

Love me if you dare

Beinahe ein halbes Jahr ist vergangen als ich den Entschluss fasste zu gehen. Ich sagte damals nicht Auf  Wiedersehen, weil ein Auf Wiedersehen für uns schon längst keine Bedeutung mehr hatte, da es doch ständiger Bestandteil unserer Ära war. Nach zwei Jahren „Hide and Seek“ hatte ich endlich keine Lust mehr. Verbittert und enttäuscht weil ich ihn so unterschätzt hatte. Unterschätzt, seine Angst, diese unglaubliche Angst vor so Vielem. Ich ließ ihn an meine Seite weil ich dachte er würde stark genug sein. Weil ich dachte er wäre genauso hungrig. Es ist nicht seine Schuld, eine Erkenntnis auf die ich lange warten musste.

Beinahe ein halbes Jahr ist nun vergangen bis Lady Zufall uns wieder begegnen ließ. Ein Teil von mir wird ihn immer lieben, weil wir doch ein Stück unserer Seele teilen. Weil die zwei Jahre trotz allem einzigartig waren. Weil es Momente gab in denen wir uns näher fühlten als wir es jemals für möglich gehalten hätten. Weil wir für eine Zeit lang unschlagbar waren.

Beinahe ein halbes Jahr ist vergangen. Ich sehe ihm in die Augen, erkenne die Angst und die Unsicherheit, die sich hinter seinem strahlendem Gesicht verbergen. Er spricht von den zwei Welten, von seiner und von meiner. Ich kenne diesen Satz nur zu gut, er ist sein grün blinkendes Exit Schild, das er sich sofort vor Augen halten kann, wenn er verunsichert ist. Es gibt keine zwei Welten, nur die Eine, doch ich wollte ihm diese Illusion nie nehmen, da sie mühsam erschaffen wurde um die Ängste erträglicher zu machen, wie sonst könnte er sie rechtfertigen? Manche Menschen verdienen einfach mehr als die Wahrheit. Darum sage ich nichts, unterbreche ihn nicht, seinen Monolog dem keine Frage voran ging. Nur im Stillen frage ich mich warum er sie immer noch in sich trägt, die Angst vor der Liebe zu mir.

Der Junge der nicht weiß was Liebe ist

Oder:“ Pleased to meet you, I hope you guess my name“

„Weißt du eigentlich, dass das mein Neuer wird“, lachte ich damals scherzend meiner Liebsten zu und deutete auf ihn. Wir saßen im Café und er zwei Tische weiter. Wir kannten uns nicht, hatten noch nie miteinander geredet und doch war er mir irgendwie vertraut. „Was jetzt wirklich?“ sie sah mich verdutzt an und musterte ihn skeptisch. „Ja irgendwas fasziniert mich an dem Typen, aber ich hab keine Ahnung was es ist. Er studiert mit mir und ich mag seine Art ein Referat vorzutragen. So planlos und dann mit dieser Selbstsicherheit vorne zu stehen und keiner merkt was. Nur ich. ich musste insgeheim lachen. Er ist irgendwie anders.“

Doch wie anders er wirklich ist, sollte ich erst viel später erfahren…

Es dauerte nur einen Café und ein kurzes betrunkenes Zusammentreffen auf einem Fest bis diese besagte Nacht kam, uns in gelb-orange hüllte und somit unsere gemeinsame Geschichte einläutete.
Überhaupt war unsere ganze Beziehung wie ein Film. Von Anfang bis Ende getränkt in Tragik, breitem Grinsen, atemberaubende Momente, schönen Landschaften und einer unglaublichen Leidenschaft die einfach alles durchdrang. Bei jedem Treffen kam dieser magische Nebel über uns uns ließ uns abtauchen, in uns hinein tauchen, in die unendlichen Tiefen unserer Seelen.

Wann er Angst bekam kann ich heute nur noch Bruchstückhaft sehen. Ich bekam sie, als ich begann ihn zu lesen. Auf vielen Seiten ganze Kapitel lang sah ich seine Rastlosigkeit. Er drehte sich schneller als der Wind, bis ihm eines Tages so schwindlig war, dass er nicht mehr wusste ob er vor oder zurück geht. Wir konnten nie den nächste Schritt machen, weil wir nie wussten wo wir gerade waren. Vorne, hinten, uns zu nah oder weit weg? Wir sprangen über Welten, stampften ganze Ozeane aus dem Boden und am nächsten Tag gingen wir wieder unsere eigenen Wege zurück, weil ein wir auch heißt schwach zu sein. Weil ihm ein „Wir“ mehr Angst machte als alles andere. Wir brauchen uns doch gar nicht! Zwei Tyrannen. Wer ist der Größere? Zwei Masochisten, wer leidet mehr? Zwei Sadisten, wer lacht zuerst? Machtspiele. Mutproben. Wir brauchen uns nicht – haben uns noch nie gebraucht. Monate in denen wir uns nicht hörten nicht sahen um dann auf einmal aus dem Nichts heraus wieder aufeinander zu prallen uns zu lieben uns zu halten. Festhalten. „Geh nicht!“ Doch wir sind immer wieder gegangen. Weil er es nicht sehen konnte was es ist, diese Liebe deren Inbegriff wir waren, und ich irgendwann müde geworden bin. Müde es ihm immer und immer wieder zu zeigen.
Weil ich irgendwann merkte, wie anderes er wirklich ist.
Weil des Lebens Ruf an uns niemals enden wird.

Noch heute steh ich hin und wieder atmelos hier und kann den Punkt sehen an dem die Welle schlussendlich brach und zurückrollte.

Canyoning

Es war irre!
Durch Stromschnellen zu wandern und aufzupassen, dass einem nicht der Boden unter den Füßen weggerissen wird.
Sich ins eiskalte Wasser zu legen und darauf zu warten dass einem die Kälte zwischen Neopren und Haut kriecht, völlig umschließt, um später aber dann zu wärmen.
Sich in tiefe Schluchten abzuseilen (schreien war erlaubt :-) ) und zu hoffen, dass der da oben das Seil auch im Griff hat.
Auf Felsen zu klettern, durch Wasserfälle zu tauchen, immer mit dem Risiko doch abzurutschen.
Sich mit dem Strom treiben zu lassen, loszulassen…
- und schließlich zu springen (Leute denkt daran, was ich vorher gesagt habe, es schaut alles schlimmer aus als es ist, nicht lange nachdenken, wer lange nachdenkt wird nervös und macht Fehler. Aber ihr werdet euch gut fühlen, wenn ihr springt) gut es sah wirklich schlimm aus und es kam kurz der Gedanke hoch, dass wenn ich nicht weit genug weg springe, ich wahrscheinlich auf den Felsen knall der unter diesem Felsen liegt. Doch dann einfach springen – und er hatte recht. Es war gut, ein irre Gefühl. Kurz etwas abartig, aber sobald man unten wieder auftaucht, nach oben sieht, muss man unwillkürlich lächeln.

Neben all dem Abenteuer war dies auch mein ganz persönliches Training sich wieder auf gewisse Dinge einzulassen. In diesem Fall mit dem unberechenbarsten und gleichzeitig atemberaubendsten Partner den es gibt: die Natur.

Mit all diesen wunderbaren Eindrücken noch im Kopf heimgefahren und zu der Erkenntnis gekommen:  Wer aufhört auf sich selbst zu wetten, wer aufhört zu springen, der wird zwar nie mehr verlieren, aber eben auch nichts gewinnen können.
So bin ich froh, schon immer eine Spielerin gewesen zu sein.

weil ja so und so alles gut ist

Kleine Durchhänger sind ok, man kann nicht immer grinsen (noch nicht). Außerdem mutiere ich zum Hypochonder. Fünf verschiedene Ärzte. Blutabnahme, Ultraschall. Check da, check dort. Ich will das eigentlich gar nicht, früher ging ich nie zum Arzt, weil ja so und so alles gut ist…

Was täte ich ohne diesen Mann an meiner Seite? Der einzige Mann in meinem Leben, der mich noch nie unter Druck gesetzt hat, mich in und auswendig kennt. So wie gestern, er braucht mir nur in die Augen zu sehen und weiß was getan werden muss: „Los raus hier.“
Zwei Bikes ins Auto und ab an den See, durch den Wald, über Brücken, Schotter, schmale Wege, schwitzen, Speed… alles rast an und vorbei. Nur wir zwei, gegen den Rest der Welt.
Ich muss unwillkürlich an unsere durchgezechten Nächte denken, und an all die, die ich alleine verbrachte, ihn dann irgendwann in der Früh von irgendwo aus anrief, ob er mich nicht heimbringen könne. Er ist immer gekommen, hat mich überall gefunden und nie nur ein Wort des Vorwurfes an mich gerichtet. Egal was war, egal was ich tat, ob schuldig oder nicht, er stand immer hinter mir.
Nur ich und der Mann, der mir sein letztes Hemd geben würde.
Dann kommt man Oben an und blickt runter auf den See. Sonnenuntergang. Es ist Atemberaubend. Ich spür jede Faser in meinem Körper. Der Blick ist geschärft und ich lass mich fallen in diesem wunderbaren Moment, versinke geradezu in der Schönheit der Natur.

Und in diesem Moment wurde es mir wieder klar: Ich brauche keinen Arzt, ich brauche nur das Leben. Mein Leben mit dir, mit euch… Wir fünf. (Fünf Freunde) Wir, die diese unglaubliche Einheit bilden. Jeden ist bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist. Nicht alle Familien sind so.
Und du,
du, der mich vom ersten Augenblick an geliebt hat und mich seither nie mehr losgelassen. Immer hinter mir. Ich war bei Gott kein leichtes Kind, vor allem kein leichter Teenie. Das Wunder, seine Kinder zu lieben. Bedingungslos. Für immer.
Ich danke dir, Papa und kann nur sagen: „Dito.“

strange World

Da stand ich nun mit meinen Jeans, Sneakers und einem Tank Top, inmitten dieser geleckten Kleidchen und Smokings Truppe, die sich ständig „YOU are SO beautiful“ zuriefen. Ich kam mir nicht nur so vor, ich war auch auf einem Gala Konzert, bzw. in der Garderobe der Sänger, aber was tat das schon zur Sache.
Es war unglaublich, Frau ist ja so einiges gewohnt an Schickimicki-stelldichein-schaumichan-Abende. Aber dieser übertraf alles bis dato Erlebte. Nebst gesponsertem Schmuck von Mont Blanc im Wert von einigen Millionen Euro (mir kam so vor als ob die Schmuck-Bodyguards ein besonderes Auge auf mich warfen, schließlich war ich ja die Einzige in Jeans, wer sollte hier sonst schon stehlen außer das Mädchen in den Jeans) und Kleider von Designern, die ich noch nicht mal richtig aussprechen kann war alles nur mehr „amazing“ „gorgeus“ und „absolutely beautiful“. Ich fand alles eher ein bisschen „disgusting“, doch wer fragt schon Aschenbrödel (so kam ich mir jedenfalls vor, ich wartete nur mehr so darauf, dass mir irgendwer mitleidig drei Nüsse zuwarf, wobei ich bei diesem Gedanken so lachen musste, dass dann wahrscheinlich jeder auch noch dachte, Aschenbrödel hat noch dazu nicht alle Tassen im Schrank).
Nicht zu vergessen: Jeder war auch „Dior, Channell und Loreal“ zugleich, ich fragte mich, wo all diese Leute hin verschwinden, die in die Maske gehen, denn raus gekommen sind nur mehr die aus der Modezeitschrift. (Weil ich es mir wert bin??)
Dann kam das große Drama: Eine Sängerin, knallrotes Kleid, kramt in ihrer Tasche und findet ihren Lippenstift nicht, der natürlich auch knallrot sein soll, nicht irgendein rot, sondern genau dieses eben. Verzweifelt griff sie zum Handy und schilderte das Problem und sagte schließlich genervt mit russischem Akzent „Schatz, es ist mir egal was, irgendetwas, nimm einfach irgendwas von mir aus auch was von Dior!“

Ich, das Hauseigenmarke-DM-Mädchen, konnte auch hierüber nur den Kopf schütteln und fragte mich, ob „Schatz“ denn auch wisse, was oder wer „Dior“ denn überhaupt ist, und wenn ja ob „Schatz“ dann auch die richtige Farbe mitbringt. Nun ja nicht mein Problem, sondern wohl eher das Problem von „Schatz“.

Resümierend gesehen war dies ein wunderbarer Einblick in eine Welt in der ich nicht leben möchte und froh bin in Meiner zu leben. In der ich (immer wenn ich möchte) in Jeans und Kaputzenpulli herumlaufen kann und zu „Schatz“ (sollte ich ihn auch mal finden, wo verdammt noch eins steckt der eigentlich?) irgendwann hoffentlich nicht allzu genervt sage:“Es ist mir egal was, irgendetwas, nimm einfach irgendwas um mir dieses Bier zu öffnen!“
- Im Gegenzug dafür muss er mir auch nicht vorher Tonnen von Dior aus dem Gesicht schmieren um mich küssen zu können. :-)

Gut zu wissen

Erkenntnisse dieses Wochenendes:

Im Leben und bei Vodka kommt es immer auf die richtige Mischung an.

Grillt man auf einer Dachterrasse sind Nachts die Sterne irgendwie ein bisschen näher.

Es gibt sie doch noch. Diese Männer, die unerwartet aus dem Nichts auftauchen und alles um einen herum verzaubern.

Bei Gewitter ist es immer noch am schönsten draußen zu stehen und die Zunge raus zu strecken.

Perfekte Abende zeichnen sich dadurch aus, dass man sich nichts anderes wünscht als in dem Moment genau da zu sein, wo man gerade ist.

Andere Pullis wärmen immer etwas mehr als der Eigene.

Manche Gelegenheiten sollte man sofort wahrnehmen, sie könnten so schnell nicht wieder kommen.

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