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…und plötzlich ist alles anders. Von den Launen meines Lebens könnte man im Moment ein mittelgroßes Schleudertrauma bekommen.
Die letzten Wochen waren großartig, so viele Aussichten, Einsichten und Erkenntnisse in einem Meer von Gefühlen wie ich sie seit Jahre nicht mehr hatte. Aber wie das eben so ist folgt auf jedes Hoch in meinem Leben ein wunderbarer Abgrund den man zuvor nicht sah oder nicht sehen wollte. Ich musste lachen über diesen pech schwarzen Humor den der Moment mit sich brachte…
Müsste nicht eigentlich ich diejenige sein die Angst vor dem Leben hat? Angst davor in eine ungewisse Zukunft zu gehen? Angst davor eine Hand zu halten, mit dem Bewusstsein dass sie immer wieder loslassen werden…. Aber ich habe diese Angst nicht (mehr). Ich kann ebenso wenig in die Zukunft blicken wie jeder andere Mensch und es macht mir keine Angst. Weil ich gelernt habe für den Moment zu leben. Deswegen ist mein Leben nicht verplant. Ich weiß nicht wo ich in drei Jahren sein werde darum wurde ich plötzlich zum Risiko. Zum unbekannten Risiko für den Jungen dem ich von Anfang an meine Seele zu Füßen gelegt habe.
…und gerade dieser Moment zeigte mir wieder, dass man sein Leben auch gar nicht planen kann, selbst wenn man es wollte. Denn es gibt so viele Wege, Kreuzungen, Steine, Wiesen… und der Wind dreht sich ständig.
…is killing me so sweet, like a torture that i need for my way back home.”
Ich weiß nicht wann oder womit ich diese Angst bekam. Die Angst vor der Liebe. Ein grenzwertiges Spiel, wenn man versucht genau an den Punkt zu gelangen an dem man noch alles unter Kontrolle hat und sich trotzdem für den Moment hingeben kann. Die letzten Tage bin ich einen Schritt weiter gegangen. Einfach so zum Spaß, denn es fühlte sich so leicht an. Augen-Blicke. Hineingefühlt in eine hätte könnte sollte wollte Welt. Es fühlte sich so echt an, etwas zu echt für meinen verkorksten Geschmack. Was für eine Qual. Alles in mir wehrt sich, will weglaufen, sträubt die Haare vor dieser Droge. Herz und Verstand klaffen auseinander wie eine frisch durchtrennte Wunde.
“Love destroy my chroming soul…”
Sich jetzt nach all dem, nach all der Zeit die vergangen, allen Änderungen die gekommen sind und bald kommen werden, mich plötzlich in ihn zu verlieben, wäre wohl die masochistischste und ironischste Geste meiner Selbst.
Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war. Ich hatte mich verlaufen und um mich herum war es dunkel. Zu dunkel. Ich konnte nichts sehen nichts fühlen. Verloren, zu viel verloren.
Und als es nicht mal mehr ein Bergab gab lernte ich ihn kennen … und fühlen.
Mich weinen lassen, mich schreien lassen, mich lachen lassen, mich tanzen lassen, mich betäuben lassen und mich gehen lassen.
Mich mich sein lassen, so wie sie es immer getan hat. Ohne Zweifel dass jeder Moment der Richtige ist.
Ich weiß noch wie traurig ich vor einem Jahr war, und wie glücklich mit dir. Danke.
Happy Birthday mein Freund.
Wie grau wäre meine Welt ohne Menschen wie du einer bist.
Liebe ist ein Fetisch,
man kann sie nicht finden,
nur in sich erkennen
und dann
ausleben.
Hand in Hand bis wir uns dann wiedersehen meine Liebste.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn die Welle der Sehnsucht überschäumt
und schließlich am Fels der Erinnerungen zu einem Lachen bricht,
dann lernt man hören.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn die Traurigkeit an einer Straßenecke ihren Abgrund verliert
und nicht mehr nach ihm sucht,
dann lernt man fühlen.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn dein Lächeln unter die Haut kriecht
und nach Erdbeermarmelade schmeckt,
dann lernt man sehen.
Dich bei mir wissen, hier bei mir.
sie hören
sie fühlen
sie sehen
deine bunten Fingerfarbenabdrücke
auf meiner Seele.
© by barfussinsalzburg
Beinahe ein halbes Jahr ist vergangen als ich den Entschluss fasste zu gehen. Ich sagte damals nicht Auf Wiedersehen, weil ein Auf Wiedersehen für uns schon längst keine Bedeutung mehr hatte, da es doch ständiger Bestandteil unserer Ära war. Nach zwei Jahren “Hide and Seek” hatte ich endlich keine Lust mehr. Verbittert und enttäuscht weil ich ihn so unterschätzt hatte. Unterschätzt, seine Angst, diese unglaubliche Angst vor so Vielem. Ich ließ ihn an meine Seite weil ich dachte er würde stark genug sein. Weil ich dachte er wäre genauso hungrig. Es ist nicht seine Schuld, eine Erkenntnis auf die ich lange warten musste.
Beinahe ein halbes Jahr ist nun vergangen bis Lady Zufall uns wieder begegnen ließ. Ein Teil von mir wird ihn immer lieben, weil wir doch ein Stück unserer Seele teilen. Weil die zwei Jahre trotz allem einzigartig waren. Weil es Momente gab in denen wir uns näher fühlten als wir es jemals für möglich gehalten hätten. Weil wir für eine Zeit lang unschlagbar waren.
Beinahe ein halbes Jahr ist vergangen. Ich sehe ihm in die Augen, erkenne die Angst und die Unsicherheit, die sich hinter seinem strahlendem Gesicht verbergen. Er spricht von den zwei Welten, von seiner und von meiner. Ich kenne diesen Satz nur zu gut, er ist sein grün blinkendes Exit Schild, das er sich sofort vor Augen halten kann, wenn er verunsichert ist. Es gibt keine zwei Welten, nur die Eine, doch ich wollte ihm diese Illusion nie nehmen, da sie mühsam erschaffen wurde um die Ängste erträglicher zu machen, wie sonst könnte er sie rechtfertigen? Manche Menschen verdienen einfach mehr als die Wahrheit. Darum sage ich nichts, unterbreche ihn nicht, seinen Monolog dem keine Frage voran ging. Nur im Stillen frage ich mich warum er sie immer noch in sich trägt, die Angst vor der Liebe zu mir.


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