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“Die Tochter des Bürgermeisters” hallt es immer noch in meinem Kopf nach.
Ich weiß nicht wie lange es her ist aber es ist eine lange Zeit. Ich schlug die Zeitung auf, du hast neben mir gesessen. Ich hab mich vor Lachen fast an meinem Café verschluckt. Ich hielt dir die Seite hin da warst du standest neben deinem Vater, er in Tracht, du im Dirndlkleid mit deinem schönsten und unschuldigsten Kameralächeln. “Oh mein Gott wie peinlich.” “Quatsch! Ich finde du siehst süß aus, wie die Tochter des Bürgermeisters eben”, grinste ich dich an. Wir haben oft darüber gelacht, über diese Rolle die dir auferlegt wurde, ohne dass du dafür kandidiert hast, dir wäre es immer lieber gewesen niemand hätte deinen Vater gekannt weil dann auch dich niemand gekannt hätte. Darum musstest du den jugendlichen Blödsinn den wir oft aufgeführt hatten hin und wieder einfach lassen. Weil die Leute in dem Dorf gerne tratschen und du wolltest deinem Vater nicht die Vorstellung von seinem süßen unschuldigen Mädchen nehmen.
“S. ? Da wohnt eine Freundin von dir, oder? Deswegen biegst du öfter zu dem Haus an der Straße ab. Die Tochter des Bürgermeisters, stimmts?” Ich sah das Mädchen das mich durch ihre Frage in eine Starre versetzt hat entgeistert an. ”Ja stimmt” quälte ich aus mir heraus, stand auf und ging auf die Terrasse eine rauchen.
“Liebste wir haben die Tratschereien der Leute überschätzt. Denn nur zwei Dörfer weiter ist die Tochter des Bürgermeisters nicht vor drei Jahren gestorben.” - Wie ich sie beneide!
Hand in Hand bis wir uns dann wiedersehen meine Liebste.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn die Welle der Sehnsucht überschäumt
und schließlich am Fels der Erinnerungen zu einem Lachen bricht,
dann lernt man hören.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn die Traurigkeit an einer Straßenecke ihren Abgrund verliert
und nicht mehr nach ihm sucht,
dann lernt man fühlen.
Dich zu mir wünschen, hier zu mir.
Doch wenn dein Lächeln unter die Haut kriecht
und nach Erdbeermarmelade schmeckt,
dann lernt man sehen.
Dich bei mir wissen, hier bei mir.
sie hören
sie fühlen
sie sehen
deine bunten Fingerfarbenabdrücke
auf meiner Seele.
© by barfussinsalzburg
Oder:” Freunde der Seele.”
Ich kann mich noch erinnern als wäre es gestern gewesen und doch ist es so viele Jahre her. 10 Freunde wollten Urlaub machen, einen Segel-Turn. Ich kannte alle bis auf die Eine und da wir die einzigen zwei Single-Mädchen waren wurde über unseren Kopf hinweg entschieden: Wir kommen in eine Kajüte. Der Tag an dem wir uns kennen lernten war auch der Tag des Abfluges, weil es keine von uns für unbedingt Nötig gehalten hat, dass wir uns vorher zwangsweise noch treffen müssten.
Es war auch der Tag an dem ich meine Seelenfreundin kennen lernen sollte. Wir kamen aus diesem Urlaub zurück und ließen uns nie mehr los.
“Weißt du noch in Italien? Wir machten dieses dumme Foto wo man die Köpfe in die Vorlagen hält, wir waren ein Brautpaar und haben uns darüber kaputt gelacht.
Oder damals in Rhodos, als wir Schlussendlich nach 100 blöden Zufällen beide im Krankenhaus gelandet sind, aus dem wir dann wieder flüchteten
Du hast mir die Hand gehalten als ich diesen Schwangerschaftstest gemacht habe und ich war die erste, die du nach deiner Operation angerufen hast, noch halb narkotisiert. Wie oft haben wir über Männer gelacht und wie oft haben wir uns gegenseitig wegen so manchem trösten müssen. Wahnsinn, wie oft haben wir nach deinen Kontaktlinsen gesucht?!
.
All unsere Sommerabende…mit einem Glas Wein auf der Terrasse sitzen. Oder als ich dem widerlichen Typen im Lokal eine runtergehaut hab weil er mir auf den Hintern gegrabscht hat und du hast dich darüber kaputt gelacht. Bei uns gab es nichts, was wir uns nicht hätten sagen können. Du warst meine Stütze, ich war deine.
Und ich weiß noch wie stark die Sonne schien an dem Tag an dem mich dein Bruder anrief um halb 8 Uhr morgens und mir von deinem Tod berichtete. Ich weiß das noch weil sie sich durch die Tränen in meine Augen brannte. Und ich kann mich an den Schmerz erinnern.
..und doch weiß ich, dass du bei mir bist und du ein wunderbares Geschenk für mich warst, ich hatte mit dir irre Jahre meines Lebens und alle davon waren wunderbar und vor allem einfach so lustig
. Ich bin so dankbar für jeden einzelnen Tag davon. Und ich weiß dass du jetzt ganz viel auf mich setzt. Du dabei bist bei jedem Schritt den ich geh. Es ist nicht immer leicht, doch im Gegenzug bringt mir jede Erinnerung an dich ein Lächeln.
Danke, dass ich dich hab kennen lernen dürfen. Du warst der großartigste Mensch der mir jemals begegnet ist.”
Nicht nichts
ohne dich
aber nicht dasselbe
Nicht nichts
ohne dich
aber vielleicht weniger
Nicht nichts
aber weniger
und weniger
Vielleicht nicht nichts
ohne dich
aber nicht mehr viel
(Erich Fried)
Wow und immer wenn ich denke, ich habs geschafft. Ich kann damit umgehen reicht ein Lied oder etwas gesagtes über dich und mein mühsam aufgebautes Kartenhaus wird dem Erdboden gleichgemacht. Und darum danke ich dir meine Liebste, für diese fette Umarmung gestern Nacht die mir wieder einmal beweist, dass du nicht fort bist und mein Leben mit großem Interesse verfolgst und du mich keine Minute allein lässt.
Doch dein Gesagtes schwirrt mir im Kopf herum. Es war nicht viel, nur ein Satz von dir und du hast so Recht, so bin ich eigentlich gar nicht. So wollte ich nie sein. Und ja, 10 Paar neue Schuhe machen nichts besser. Und sich am Wochenende derart zu betäuben auch nicht. Ich wusste immer, egal was passiert, du bist da. Du warst da, als meine Oma gestorben ist und hast mich gehalten als mein Versuch starkt zu sein schief ging. Du hast dich immer zu mir gelegt, als mich meine Männer verlassen haben und mir gesagt, dass du mich nie verlassen wirst. Du hältst dein Wort und wie du das tust. Doch hier unten ist nichts wie zuvor und ich hab solche Angst mein Versprechen nicht einhalten zu können.



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