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Bald ist es soweit und die Salzburger Festspiele fangen wieder an. Ja, die Schickimicki Zeit in der man nur Männer in fetten Ferraris und Frauen in teuren “ich seh aus wie ein Christbaum” Kleidern sieht. Die Zeit in der Salzburg wieder mal besonders kräftig mit Mozart angeben kann, wo doch Mozart selbst sein ganzes Leben lang Salzburg gehasst hat.
Doch hier fließt das Geld und Frau S. arbeitet ja schon ewig für die lieben Festspiele und blickt man wie so oft hinter die Kulissen sieht alles anders aus: Freunde wieder treffen, arbeiten bis spät in die Nacht, feiern bis früh am Morgen. Ich liebe den Geruch des Hauses, den Sound wenn der Staatsopernchor (so arrogant die Frauen dort auch sind, die Männer machen das wieder gut) mal zeigt was er drauf hat, die Kostüme, all das drum herum, die Nervosität vor der Premiere, der Spaß bei den Proben, die ganzen Feste. Eine unbeschreiblich schöne Zeit, schon von Kind auf, als ich noch selber auf der Bühne stand und in die Augen all der vom Zauber berauschten Zuschauer blickte.
Doch heuer wird zum ersten mal etwas anders, denn Sie ist nicht mehr da. Diese unglaublich liebe starke Frau, die so stolz war dass ich ihre Enkelin bin, mich und all die Anderen ständig mit Kuchen versorgte und mit solcher Freude und Emotion auf der Bühne stand.
Jedes Jahr bin ich gespannt darauf unter welchem Thema die Festspiele stattfinden. Themen die mich berühren, die zumeist so treffend sind, wie letztes Jahr “Die Nachtseite der Vernunft”. Wie sehr ich diese Seite von mir kenne und auch liebe…
Sie ist dieses Jahr nicht mehr dabei. Zwar sehr wohl im Herzen und im Geist. Doch sie wird so sehr fehlen.
“Denn stark wie die Liebe ist der Tod.”


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