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Und obwohl man schon öfter dort war ist Wien anders. Jedesmal.  Dreckig und laut presst die Stadt  Menschenmassen hervor um sie  hinter den Kulissen der Alltäglichkeit dann wieder zu verschlucken.

Plötzlich findet man sich wieder im verwunschendsten und leuchtendsten aller Gärten. Decke und Wein machen einen etwas schwer- aber noch mehr sanftmütig und man erkennt dass alles was einem in Salzburg die letzen Wochen an den Kopf geworfen wurde plötzlich zu heilen beginnt.

Auf einmal fühlt sich alles ganz leicht an.  In einer Fotogalerie hallt die Frage, was uns innerhalb von 60 Jahren bloß so ruiniert hat, nach. Beim spazieren gehen wundert man sich warum man Wünsche in ein Museum stellen soll und wie sie denn da alle überhaupt Platz haben können?

Sich in Wiens Augen zu verlieren war ein wunderbarer Ausflug in welchem sich  Phantasie und Realität die Hand gaben und dann kann es auch vorkommen, dass man sich Morgens wenn es noch dunkel ist einfach so gesund lacht.

So irr und wirr mein Bewusstsein oft ist, bin ich froh darüber dass mir mein Unterbewusstsein noch so richtig die Meinung sagen kann. Meine Träume haben es in sich, gewisse Dinge erscheinen realer als im Leben selbst. Sie heben das hervor was ich im Alltag nicht sehen kann oder nicht sehen will. Man muss nur auf die Zeichen Achten um das Rätsel zu lösen. Ich mochte das schon immer auch in der Realität, es ist aufregend.

Doch was ist wenn des Rätsels Lösung ich Selbst bin?

Es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn das unterbewusste ICH so deutlich sehen kann, so anders ist.
Wenn kleine von mir dann und wann akzeptierte Schwächen gar nicht so klein sind.
Ein Spiel der Identitäten und doch weiß ich dass ICH heute Nacht nicht spielen wollte, sondern mir etwas zeigen.

“Ich seh’ ich seh’ was du nicht siehst, und das bist du.”

Gedankenblitze, Seifenblasenwasser das die Strasse runter rinnt. Gelbe, nein orange Blüten die vom Himmel regnen.

und ich kann es mir nicht erklären
wieso bei Zeiten dieser Sturm aufzieht und ich sie beruhigen muss weil sie so schreit

und ich kann es mir nicht erklären
sie müsste glücklich sein, ich geb ihr alles was sie braucht

und ich kann es ihr nicht erklären
vielleicht macht sie mich deswegen so wütend

Ein Blick in den Spiegel zeigt mir ein Gesicht,

das mich nur noch entfernt an mich erinnert.

Mit dir ging auch der Glanz aus meinen Augen.

Mit dir ging auch soviel Wärme aus meinem Herz.

Mit dir ging auch ein großer Teil meiner Seele.

Was bleibt mir ohne dich?

Was bleibt mir ohne mich?