Oder: „Wieso bekomm ich eigentlich immer die kaputten Jungs?“
Großes Thema dieser Woche egal ob am Arbeitsplatz in der Uni oder im Freundeskreis: Der Dämon namens Liebe.
„Du hast aber auch ein Händchen für schräge Typen.“ „Ja, ich weiß, doch auch die haben ein Recht darauf geliebt zu werden“, grinse ich. In Wahrheit ist es nur ein Grinsen um es abzutun, um einen Punkt dahinter zu stellen und kein Fragezeichen, denn ich mag keine Fragezeichen mehr.
„…und wir laufen um uns zu begegnen…“
Reflektierend gesehen waren sie doch alle ein bisschen kaputt meine Jungs und ich dachte immer es richten zu können. Nicht jemanden verändern, nicht drehen nicht wenden. Sie einfach zu lieben wie ich sie kennen gelernt habe, wie sie wirklich sind. Von Anfang an ich zu sein, damit auch jeder genauso sehen kann wer ich wirklich bin. Ich bin die wegen der man noch dreimal zurückfahren muss, weil ich was vergessen habe. Die, die jeden Tag aufs neue ihren Schlüssel nicht findet und kurz vorm weggehen panisch danach sucht. Die man vor dem ersten Café am Morgen nicht vollquatschen sollte. Süchtig ist nach Fantasien, nach dem Moment, wenn sich zwei Geister völlig durchdringen, ineinander verweben um dann weiter zu gehen als sie sollten. Die zwangsweise bei einem zubereiteten Getränk kosten muss, nur um zu wissen wie es schmeckt, obwohl es doch genau dasselbe ist wie meins. Die gerne Recht hat und sich noch mehr freut, wenn sie es beweisen kann. Die hübsch und intelligent ist und in anderen Momenten total abgefuckt und planlos in der Jogginghose durch die Wohnung läuft. Die ständig Zahnpastatuben offen lässt über Teppiche und Stühle fällt und nebenbei noch unbewusst Feuerzeuge klaut. Die für andere in oft nicht nachvollziehbaren Momenten zu Tränen gerührt ist. Die gerne allein ist und noch viel lieber zusammen…
Doch so viel man auch ist und nicht ist, weiß ich genau was ich auf keinen Fall war, bin, jemals sein werde und auch nie sein will: Eine Psychologin, die all das richten kann was andere zuvor kaputt gemacht haben. Bei mir gibts keine schwarze Couch und keine kleinen grünen Topfpflanzen die am Fenster stehen. Bei mir gibts nur mich! Davon aber dann jede Menge.
Jeder ist ein bisschen kaputt, jeder hat schon viel erlebt. Viel zuviel hat uns alle schon zu Boden fallen und zerbrechen lassen. Was soll das verdammt nochmal? Es gibt genug die es trotzdem schaffen klar zu kommen, nur eben wahrscheinlich nicht allzu viele für mich. Vielleicht gibt es auch nur einen, wer weiß.
Und so schließe ich einfach die Augen und freue mich auf meinen ganz normalen wunderbaren All-In Jungen um ihm früher oder später zu begegnen, ihm in die Augen zu sehen und zu sagen: „Hello it´s just me.“
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