Abschied

Eigenartig, mit schreiendem Terminkalender zurück in der ruhigen Stadt. Es hat sich nichts geändert nur die Basis fehlt. Die Wohnung leer, aber voll mit Erinnerungen an vergangene Zeiten voller Tumult und Trubel. Ich lebte schon in ihr, als noch andere Leute darin wohnten. Heute kann ich meine eigenen Schritte nachhallen hören. Dieses Zuhause ist geschlossen, wie ein Lieblingslokal das plötzlich leer geräumt ist und an der Eingangstüre ein großer Schriftzug zur neuen Vermietung steht. Ich stehe davor, mache einen letzten bedeutungsvollen Atemzug drehe mich um und gehe, voller Dankbarkeit und Erinnerungen an unvergessliche Tage, mit dem Wissen hier nicht mehr hin zu gehören. Kein Wehmut, keine Übermut, nur Mut. Das muss reichen.
Freunde treffen jeder will einen sehen, so als würde man sich nie wieder sehen obwohl nur 300 Kilometer dazwischen liegen. Ständig wird man umarmt, beglückwünscht oder kritisch hinterfragt. Eine Sippe zu verlassen ist nicht leicht, auszusteigen noch viel schwerer. Ruhe findet man in den Tagen Schlussendlich nur am Grab der geliebten Großeltern sie sind die einzigen die keine blöden Fragen stellen, Chillout und ein bisschen Weihnachtsstimmung am Friedhof gemeinsam mit den wahrscheinlich am weitesten gereisten, die wissen eben alle dass ein Umzug in eine andere Stadt kein endgültiges Ende ist.

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