In Mondvollen Nächten

Abendrot. Abermals sich fortbewegend zwischen Vergangenheit und Zukunft, mit 200km/h, kein Wunder das einem schlecht wird.

Und während dieser vierfärbige Frühlingsabendhimmel da oben klebt und einfach nur wunderschön ist läute ich meine Erkenntnis zu einer weiteren Lebenskrise ein. Zu alt, zu erfolglos, zu zerbrechlich, zu abhängig, zu wirr, zu gepisst von dieser Ponyhof Welt, in der jeder die perfekte Beziehung, den perfekten Job und die perfekte Wohnung hat und das per Fotos und schwachsinnigen Smilies der ganzen Welt jeden Tag zum Frühstück präsentiert.

„Vielleicht geht es dir jetzt dann besser wenn du Haus und Grundstücksbesitzerin bist“, sagt sie und möchte mich damit aufbauen. Doch wie soll ich mich damit besser fühlen, ein Blatt Papier zu unterschreiben, dass mir einfach nur sagt dass der Tod ein ständiger Begleiter unseres Lebens ist und ich irgendwann wieder gegen ihn verlieren werde und der Schmerz den ich schon einmal fühlte nur die Vorband seines großen Abendauftritts war.

Und doch weiß sie was mir fehlt, sie konnte mich schon immer lesen, so leicht wie eine Klatsch-Tageszeitung die man sich gratis aus den Behältern der U-Bahn Eingänge holt.

Niemand ist gern allein mitten im Atlantik.

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2 Gedanken zu „In Mondvollen Nächten

  1. Ach Mann, ich hatte ja schon geahnt, dass wieder etwas hakt – doch lass Dir versichern, dass Du nicht die einzige Suchende bist. Doch auf dem Weg zu keinem wirklichen Ziel liegen immer wieder Diamanten, die den Weg für eine gewisse Zeit ausleuchten. Und gelegentlich findest sich auch ein kleines Feuer, welches das Herz erwärmt. Und eines Tages macht es vielleicht „Peng“ (oder auch „Bumm“, wer weiß das schon 😉 und alles ist so, wie es sein soll. Vielleicht; aber bis dahin bleibt uns nur, den Weg zu gehen …

    Liebe Grüße,
    Ralph

    P.S.: Ich bin erschrocken; neun Tage blieb Dein Post unbemerkt für mich. Jetzt habe ich beinahe ein schlechtes Gewissen … denn ich habe ja nun wirklich darauf gewartet, dass endlich mal wieder etwas kommt :mrgreen:

  2. Danke Ralph. Ich warte auf das „Peng“ 😉 und bis dahin werde ich mich am Feuer wärmen…
    Erschrick dich nicht, neun Tage, das ist keine Zeit, jedenfalls nicht bei mir 😉

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